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Lebhaft und mit Feuer

Nachwuchsmusiker des erst seit fünf Monaten gemeinsam probenden Ausbildungsorchesters Vivido bei ihrem ersten Auftritt in der Morbacher Baldenauhalle. TV-Foto: Ursula Schmieder
Nachwuchsmusiker des erst seit fünf Monaten gemeinsam probenden Ausbildungsorchesters Vivido bei ihrem ersten Auftritt in der Morbacher Baldenauhalle. TV-Foto: Ursula Schmieder
Morbach. Die beiden Morbacher Jugendorchester haben ihren Namen alle Ehre gemacht: Lebhaft - Vivido - und mit Feuer - Con Brio - gaben sie in der Baldenauhalle ihr Gemeinschaftsdebüt. Und das vor gut 600 Besuchern, was alle Erwartungen übertraf.

Morbach. Den frenetischen Applaus und die proppenvolle Baldenauhalle haben sich die etwa 60 jungen Musiker redlich verdient. Denn das Können, das sie in ihrem ersten Konzert bewiesen - nicht zuletzt ein Verdienst ihrer Dirigentin Margit Kronenberger -, ist bemerkenswert. Die Jüngeren beeindruckten mit fetzigen Spaß-Stücken wie "Die hustende Klarinette". Kaum zu glauben, dass sie erst seit fünf Monaten als Ausbildungsorchester Vivido gemeinsam proben.
Die Älteren von Con Brio glänzten mit Stücken, wie sie auf größeren Bühnen kaum überzeugender präsentiert werden. Darunter auch richtig schwierige Musikerkost wie etwa "Aladin". Dazwischen spielten sie Klassiker wie "The Rose" und "Phantom der Oper" sowie Filmmusik aus "Harry Potter", "Pirates oft he caribbean" und James Bonds "Skyfall".
Die Stücke, teils von den Sängern Katharina Stürmer, Ronja Mertens und Timo Herges begleitet, verbanden Geschichten aus dem Buch "Der Kleine Prinz", so auch der Konzert-Titel. Schlagzeuger Frank Klemens, entlastet vom tüchtigen Nachwuchs, las daraus zu den Musikstücken passende Episoden vor.
"Das war Spitze, sagenhaft, wirklich top", schwärmte die Wolzburgerin Andrea Tittelbach, eine von gut 600 Besuchern. Sie sei regelrecht gefesselt gewesen und habe sich zeitweise in einen riesigen Konzertsaal versetzt gefühlt. Und das nicht nur dank der super Leistung aller Akteure, sondern auch, weil Musik, Gesang, Lesung und Leinwandbilder perfekt aufeinander abgestimmt gewesen seien.
Nicole Lörsch aus Gutenthal nannte Beispiele. So hätten die Jugendlichen etwa den Song "Skyfall" ganz toll untermalt - vor Bildern mit dem in der Wüste abgestürzten Flugzeug des Kleinen Prinzen. Zur fantastischen Atmosphäre mit beigetragen hätten aber auch lustige Einlagen der Nachwuchsmusiker, die als Piraten oder Harry Potter "durch die Zuschauerreihen düsten". Bei anderen Stücken hätten die einmaligen Gesangsstimmen ein "Gänsehautfeeling" beschert. urs