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Kunst
Rastanlage mit Aussicht geplant

Zeltingen-Rachtig. Ob nach der beeindruckenden Illumination der beiden Pfeiler des Hochmoselübergangs am Freitagabend ein neuerlicher Vorstoß in Berlin von R.O. Schabbach mehr Erfolg hat, bleibt abzuwarten. Von Holger Teusch

2015 bewies der Hundheimer Licht-Künstler am damals noch im Bau befindlichen fünften Pfeiler, dass es möglich ist, die Betonstützen bunt anzustrahlen. Acht Millionen Euro standen für die Beleuchtung aller zehn Brückenpfeiler im Raum. Das kritisierte unter anderem der Bund der Steuerzahler. Mittlerweile geht Schabbach von geringeren Kosten aus. Für eine dauerhafte Lichtinstallation fand der 54-Jährige aber (bisher) kein Gehör.

Doch durch seine Initiative wurde ein mit insgesamt 55 000 Euro dotierter Architektenwettbewerb für eine Rastanlage an der Hangkante oberhalb von Zeltingen-Rachtig angestoßen.

Deutschlandweit gab es bisher erst zwei ähnliche Maßnahmen in Bayern und Thüringen. Den ersten Preis erhielt im März 2017 das Krefelder Landschaftsarchitekturbüro Kraft.Raum.

Die Rastanlage soll nicht nur PKW- und Busreisenden (für LKW soll die Anlage gesperrt werden) die Mosellandschaft schmackhaft und so für die Region einen Mehrwert über die Straßenverbindung hinaus bringen. Beim Vorschlag des Wettbewerb-Siegers beispielsweise steht ein 1000 Meter langer Steg entlang der Hangkante im Mittelpunkt. Dadurch ergeben sich außergewöhnliche Ausblicke auf die Kulturlandschaft und natürlich den Hochmoselübergang.

Deshalb bietet es sich an, die Rastanlage auch ins örtliche Wanderwegenetz einzubinden. Bis zu fünf Millionen Euro will der Bund für das Rastanlagen-Projekt investieren.