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Kommunales
Sanierungen, Feste und neue Baustellen

Wenn die Ritter auf die Burg Baldenau zurückkehren ist ein mächtiges Spektakel garantiert.
Wenn die Ritter auf die Burg Baldenau zurückkehren ist ein mächtiges Spektakel garantiert. FOTO: Herbert Thormeyer
Hinzerath/Hundheim/Wederath. Kultur wird in Hinzerath groß geschrieben. „Das 30-jährige Bestehen der Theatergruppe des Heimatvereins war das herausragende Ereignis des letzten Jahres“, ist Ortsvorsteher Hermann Moseler in der Rückschau wichtig.

Kultur wird in Hinzerath groß geschrieben. „Das 30-jährige Bestehen der Theatergruppe des Heimatvereins war das herausragende Ereignis des letzten Jahres“, ist Ortsvorsteher Hermann Moseler in der Rückschau wichtig.

Aber dann geht es in diesem Jahr an drei große Baumaßnahmen: die Erneuerung der Ortsdurchfahrt auf der L 159, die gerade ausgeschrieben wird sowie die Sanierung von Bürgerhaus und alter Kirche. Moseler mahnt aber auch die Sanierung der Zufahrt der L 159 von der B 327 an, die eine Zumutung sei.

Beim Neubaugebiet Auf’m Scherfel stehen auf einer Restfläche erhebliche Erschließungsmaßnahmen an. „Im letzten Jahr konnten mehrere erschlossene und bebaute Grundstücke innerorts erworben werden. Vor dem Verkauf ist jedoch noch eine neue Größenaufteilung nötig“, so Moseler. Die Versorgung mit schnellem Internet beschreibt er  als zufriedenstellend bis akzeptabel. Weitere DSL-Erschließungen seien beabsichtigt. Nicht nur der Senioren- und Behindertenbus habe die Situation der älteren Mitbürger verbessert, auch der neue Senioren- und Behindertenbeirat. „Das Budget der Ortsbezirke reicht nicht immer aus. Es sind nur kleine Unterhaltungsmaßnahmen und Investitionen finanzierbar“, bedauert Moseler.

Die Ritter auf der Burg Baldenau, die Zeltkirmes, die Einweihung der Florianskapelle und der Wanderweg Landzeittour sind einige der schönen Ereignisse des vergangenen Jahres für den Hundheimer Ortsvorsteher Ulrich Wilbert. Feste, die Kirmes und die Ritter werden auch in diesem Jahr das kulturelle Leben in diesem Dorf prägen. „Wir haben keine Baugrundstücke mehr und müssen neues Bauland erschließen“, weiß der Ortschef. Verhandlungen mit den Eigentümern eines geplanten Neubaugebietes seien zum Großteil abgeschlossen. Ein rechtskräftiger Bebauungsplan liege vor. Thema schnelles Internet: Zehn Megabit Übertragungsrate pro Sekunde sind Wilbert auf Dauer zu wenig. Die Senioren profitieren in Hundheim von „MiMi“, dem Mittwochsmittagstisch in der Gemeindehalle. Der Nachwuchs nutzt die „schönste Kita weit und breit“, findet Wilbert, der auch die energetische Selbstversorgung im Blick hat. Er denkt an eine Biogasanlage mit Nahwärmenetz mit solarer Unterstützung. Bei den Finanzen findet er, dass diese nach oben angepasst gehören. Für „seine“ Burg sieht er Sanierungsbedarf.

Die Neugestaltung des Dorfgemeinschaftshauses ist für den Wederather Ortsvorsteher Dieter Blatt das große Ereignis von 2017, denn das Projekt hatte vier Jahre in Anspruch genommen. „Weiterhin ist die Zeltkirmes Anfang Mai am Dorfplatz und der Krombierebrotschesdaach am Tag des offenen Denkmals am Museum Vicus Belginum ein steter Begleiter“, freut er sich.

Für 2018 führt Blatt die Instandsetzung der Wasserversorgung an der Schutzhütte und den Brunnen im Dorf an. Beim Zuzug kommt Wederath noch mit den neun vorhandenen Plätzen aus. Ein Haus kommt in diesem Jahr dazu, eine Anfrage liegt vor. Alle freuen sich über schnelles Internet per Glasfaserkabel. Nicht nur Senioren treffen sich einmal im Monat im Dorfgemeinschaftshaus. „Alle Bürger sind angesprochen“, betont Blatt. Geld für das Dorf sei natürlich überall knapp, aber: „Nach einer Rücksprache mit der Verwaltung ist noch alles bezahlt worden.“

Wo drückt der Schuh? „Uns machen die im Besitz der Gemeinde befindlichen Immobilien Sorge. Hier stehen Instandhaltungsmaßnahmen an, oder vielleicht sogar der Abriss.“