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Politik für Solidarität und Sicherheit

Die SPD-Spitzenkandidatin und Ministerpräsidentin Malu Dreyer setzt in Morbach Akzente in der Bildungspolitik. TV-Foto: Christoph Strouvelle
Die SPD-Spitzenkandidatin und Ministerpräsidentin Malu Dreyer setzt in Morbach Akzente in der Bildungspolitik. TV-Foto: Christoph Strouvelle FOTO: Christoph Strouvelle (cst) ("TV-Upload Strouvelle"
Morbach. Malu Dreyer, Spitzenkandidatin der SPD, hat bei ihrer Wahlkampftour "Vor Ort in Morbach" zahlreiche Themen angesprochen. Intensiv hat sie sich bei ihren Ausführungen der Familien- und Bildungspolitik gewidmet. Christoph Strouvelle

Morbach. Bei ihrem Auftritt in der Morbacher Baldenauhalle hat Malu Dreyer, Spitzenkandidatin der SPD für die kommende Landtagswahl und amtierende Ministerpräsidentin, Rheinland-Pfalz als "Land des Fortschritts" bezeichnet. Dreyer, die von der SPD-Kandidatin Bettina Brück begrüßt und von dieser als "warmherzig und den Leuten zugewandt" charakterisiert wird, fordert vor den 250 Zuhörern, als Land im Herzen Europas die "Chancen der neuen Zeit" zu ergreifen. "Rheinland-Pfalz braucht offene Grenzen", sagt sie.
Landtagswahl 2016


Detailliert geht Dreyer auf ihre Pläne in der Familien- und Bildungspolitik ein und verweist auf die Gebührenfreiheit im Land von der Kita bis zur Universität. "Es gibt nichts Besseres, als in Kinder zu investieren." Sie wolle sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen. Dafür sollen Betreuungsangebote für Kinder während der Schulferien geschaffen werden, sagt Dreyer.
Sie will Pflegemanager einführen, die berufstätige Menschen und Familien, die entfernt von ihren bedürftigen Angehörigen wohnen, beispielsweise bei bürokratischen Arbeiten entlasten sollen. Beitragserhöhungen für Krankenversicherungen sollen nicht mehr alleine von Arbeitnehmern getragen werden, fordert sie. Dreyer will zurück zur paritätischen Aufteilung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. "Solidarität ist die Grundsäule unserer Sicherheit", sagt sie. Dreyer verteidigt ihre Entscheidung, nicht zusammen mit Kandidaten der AfD an Fernsehsendungen teilzunehmen. "Die AfD ist keine Protestpartei, sondern eine rechte Partei", sagt sie. Als sie die Menschen auffordert, zur Wahl zu gehen und so zu verhindern, dass die AfD in den Landtag kommt, erhält sie langanhaltenden Applaus. Am 13. März entscheide sich, ob das Land weiter mit "Vernunft, Verlässlichkeit und klarer Haltung" regiert werde.