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Kommunales
Sanierung der Realschule plus wird teurer

Thalfang. 800 000 Euro muss die VG Thalfang nachschießen, um die Sanierung der Realschule plus zu bezahlen. Im Sommer soll das Vorhaben beendet sein. Von Hans-Peter Linz
Hans-Peter Linz

Die Sanierung der Realschule plus in Thalfang läuft derzeit auf Hochtouren. Das Gebäude, aus den 1970er Jahren musste dringend saniert werden: Brandschutz, Heizsystem, Isolierung und viele weitere Bauteile entsprachen weder dem Stand der Technik, noch den aktuellen Vorschriften. Zusätzlich war eine Schadstoffsanierung notwendig, denn durch den Ausbau von Fenstern, Türen und Zwischendecken werden Stoffe  wie Asbest, Polychlorierte Biphenyle (kurz PCB) und Mineralfasern frei. PCB gelten als giftig  und krebserregend. Erst dann konnte die energetische Sanierung und die Einrichtung einer Barrierefreiheit erfolgen. Um die Arbeiten umzusetzen, mussten die Schüler 2016 in ein  Containerdorf umziehen. Für die Gesamtkosten wurden 10,8 Millionen Euro veranschlagt. Diese Summe muss die Verbandsgemeinde vorerst selbst tragen, da wegen der anstehenden Kommunalreform noch nicht klar ist, welchem Landkreis Thalfang in Zukunft angehören wird. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses stellte das beauftragte Projektbüro den  Stand der Dinge vor. Viele Arbeiten, unter anderem Estricharbeiten und Isolierungen seien demnach schon erledigt. Allerdings müssten noch mehrere Gewerke ausgeschrieben werden. Darunter unter anderem die Außenanlagen, für die 545 000 Euro veranschlagt wurden, Schreinerarbeiten (120 000 Euro) und die Möblierung (199 000) Euro. Im Gremium herrschte Einigkeit darüber, dass die Ausschreibungen zeitnah erfolgen sollte, um die Baumaßnahme abzuschließen.

Sollten alle weiteren Gewerke im Zeitplan bleiben, dann könnte die Realschule plus bereits im Sommer diesen Jahres wieder bezugsbereit sein.  Realistisch sei demnach ein Umzug der Schüler nach den Herbstferien.

Allerdings wird die Sanierung teurer werden als erwartet. Da in der Baubranche momentan eine Kostensteigerung von 6,9 Prozent herrsche, müssten weitere 800 000 Euro bereitgestellt werden.