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Sperrmüll ist Reizthema

Solche Sperrmüllberge türmen sich oft schon Tage vor dem Abfuhrtermin auf den Bürgersteigen. Foto: Rudi Hosser
Solche Sperrmüllberge türmen sich oft schon Tage vor dem Abfuhrtermin auf den Bürgersteigen. Foto: Rudi Hosser
Die Sperrmüllabfuhr ist in Tiefenstein ein ewiges Reizthema, über das jetzt auch der Stadtrat wieder diskutiert hat.

Idar-Oberstein. (kuk) Auf ein besonderes Sperrmüll-Problem machte Karl-Heinz Felske (CDU) in der jüngsten Sitzung des Stadtrats aufmerksam: Ist der Abfuhrtermin ein Montag, stapeln sich in den betreffenden Straßenzügen vor manchen Häusern schon Tage vorher und damit auch übers Wochenende die Berge mit ausrangiertem Hausrat aller Art. In Tiefenstein werde das im April vermutlich noch getoppt, befürchtet Felske: Dort soll das Müllfahrzeug nämlich einen Tag nach Ostern kommen.

Felske plädierte vor diesem Hintergrund dafür, den Sperrmüll generell nicht an Montagen oder unmittelbar nach Feiertagen abzuholen. Denn dann sei der Ärger quasi programmiert. Der Christdemokrat bat die Verwaltung um entsprechende Rücksprache mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB). Vor allem in Bereichen, in denen auch Touristen unterwegs sind, sollte alles unternommen werden, damit der Müll nicht über Tage auf den Bürgersteigen liegt.

Nach Meinung von Oberbürgermeister Bruno Zimmer gibt es bei dem jetzigen System allerdings kein Patentrezept: Es sei manchen Bürgern einfach nicht beizubringen, dass sie möglichst erst am Abend vor dem Abfuhrtermin alles rausstellen. Auch freie Montage helfen da nicht weiter, ist er überzeugt. Es gebe immer einige Einwohner, die auch dann schon am Wochenende aktiv werden, wenn erst am Dienstag oder Mittwoch entsorgt wird. Das könnte nach Einschätzung des Bürgermeisters nur dadurch verhindert werden, dass Sperrmüll generell nur noch auf Abruf abgeholt wird - ein saubereres, für die Bürger aber auch teureres System.

So aber führt der Sperrmüll nicht nur in Idar-Oberstein immer wieder zu Verdruss: Mal sind es die Händler und Schnäppchenjäger, die alles systematisch durchwühlen und ein Chaos hinterlassen, mal die Müllberge im Umfeld von Touristenattraktionen. Zumindest dort, so unterstrich auch Wolfgang Augenstein (LUB), müsse der Montag tabu sein.