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Spurensuche im Holzmuseum

Carsten Neß. Foto: Verena Kartz
Carsten Neß. Foto: Verena Kartz FOTO: (m_huns )
Weiperath. Falschaussagen, Tathergänge, trügerische Idylle: Gespannt folgten zwei Dutzend Zuhörer dem Autor Carsten Neß, der Passagen aus seinem neuen Roman im Hunsrücker Holzmuseum vortrug. Die Veranstaltung ist Auftakt einer Vorlesungsreihe.

Weiperath. Zwei Dutzend Krimifans sind ins Hunsrücker Holzmuseum in Weiperath (Einheitsgemeinde Morbach) gekommen, um zu hören, wie Autor Carsten Neß seinen neuen Roman "Hunsrück-Blues" vorstellt. Der stimmte seine Zuhörer mit der Vorstellung der Hauptfiguren, der Schilderung des vermeintlichen idyllisch-einsamen Tatortes und der Beweisaufnahme der Hunsrücker und Trierer Polizei auf den Plot ein. Nach einer Pause, in der sich die Besucher an einem liebevoll gerichteten Imbiss stärken konnten, ging es rasant weiter: Carsten Neß rückte mit den gelesenen Passagen mehrere Tathergänge und mögliche Verdächtige ins Blickfeld des Zuhörers.
Durch die Beschreibung akribischer Polizeiarbeit, das Aufdecken von Falschaussagen und die Verstrickung der Hauptfiguren in Machenschaften stellte Neß die Nerven der Zuhörer auf die Probe. Bei allen Hinweisen und Verdächtigungen: Wer auf eine Auflösung des Falles gehofft hatte, ging leer aus: Neß hüllte sich in Schweigen, was den tatsächlichen Mörder angeht. Wer wissen wollte, ob er mit seiner Interpretation der Inditien Recht hatte, musste das Buch kaufen. Der ebenfalls anwesende Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal und der stellvertretende Leiter des Hunsrücker Holzmuseums Hubert Brück sagten den Gästen und dem Autor, wie sehr sie sich freuten, dass nach Eifel und Mosel als Schauplatz nun auch ein Krimi im Hunsrück spielt. red

Extra

Mittwoch, 4. Mai, 16 Uhr, Bürgerhaus in Föhren; Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr, Café Pause im Kreativhaus in Hinzerath, Kreis Bernkastel-Wittlich; Donnerstag, 19. Mai, 19 Uhr, Krimistube Peine; Freitag, 20. Mai, 19 Uhr, ehemaliges Pfarrhaus Vöhrum. red