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Hobby
Gut für Gemeinschaft und Geist

Sie sind gut drauf, die Aktiven der Theatergruppe des Musikvereins Horath. Hier mit dabei Lothar Steffes (Dritter von rechts) und Verena Steffes (Zweite von linsk), die die Regie und das Soufflieren übernehmen.
Sie sind gut drauf, die Aktiven der Theatergruppe des Musikvereins Horath. Hier mit dabei Lothar Steffes (Dritter von rechts) und Verena Steffes (Zweite von linsk), die die Regie und das Soufflieren übernehmen. FOTO: Ursula Schmieder
Horath. Die seit 30 Jahren aktive Theatergruppe des Musikvereins Horath probt für ihr neues Stück. Premiere ist am 17. November. Von Ursula Schmieder

Laientheater-Freunde mussten sich in Horath etwas länger gedulden. In der Regel lädt die Theatergruppe des Musikvereins alle zwei Jahre ein. Das letzte Mal liegt allerdings bereits fünf Jahre zurück. Laut Heribert Alt, der wie vier Gleichgesinnte von Anfang an dabei ist, gibt es dafür aber gute Gründe. Es seien ja „immer dieselben Leute“ dabei,  und die würden nicht nur älter, sondern sie seien auch ausgelastet.

Als Beispiel nennt der Musikvereinsvorsitzende die Musiker im Team, das mit den Aufführungen auch die Jugendarbeit des Vereins finanziert. Seit August wird dafür nicht nur einmal die Woche für Konzerte geprobt, sondern zusätzlich zweimal, seit Oktober sogar dreimal wöchentlich das Theaterstück eingeübt. Zu der Belastung kommen dann laut Alt auch noch Sorgen hinzu, etwa dass einer von ihnen krank werden könnte.

Bei den Proben rückt das in den Hintergrund. Dann zählt vor allem der Spaß, den alle dabei haben – die meisten von ihnen seit nun  30 Jahren. Ihr erstes Stück „Der Dorfteufel“ führten sie 1988 auf. Maren Dohr (20), die jüngste im Team und zum zweiten Mal dabei, macht das Theaterspielen ebenso großen Spaß wie den Urgesteinen der Gruppe. Darunter Carola Wirz, die wie Alt, Raimund Lorscheter, Günter Merschbächer und Lothar Steffes von der ersten Aufführung an dabei ist. Sie freut sich besonders, dass in Horath wieder Theater angesagt ist. Für sie sei das „Hobby und Freude zugleich“. Sie schätzt die Gemeinschaft, die Gespräche – und die Herausforderung, dass der „Geist ein bisschen gefordert wird“. Aufgeführt wird „Außer Spesen nichts gewesen“, ein Lustspiel von Bernd Gombold. Zuschauer dürfen sich auf Reisestress der anderen Art freuen. Alle Darsteller wollen verreisen, aus den verschiedensten Gründen dann aber doch nicht, was allerdings geheim bleiben soll. Turbulenzen sind also vorprogrammiert.

Termine: 17. und 24. November, 1. Dezember, samstags, 19.30 Uhr, Hochwaldhalle. Karten: Telefon 06504/8184.