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Wenigerather müssen noch warten

Noch ist die Einmündung bei Wenigerath ein Gefahrenpunkt. Mit einer dritten Fahrspur und einer Brücke soll sie entschärft werden. TV-Foto: Ilse Rosenschild
Noch ist die Einmündung bei Wenigerath ein Gefahrenpunkt. Mit einer dritten Fahrspur und einer Brücke soll sie entschärft werden. TV-Foto: Ilse Rosenschild
Eine gute und eine schlechte Nachricht bekamen die Mitglieder des Morbacher Gemeinderats in der jüngsten Sitzung. Die gute Nachricht: Die Kreuzung an der Hunsrückhöhenstraße auf der Höhe Wenigerath wird entschärft. Die schlechte: In diesem Jahr wird es mit dem Ausbau nichts mehr. Von unserer Redakteurin Ilse Rosenschild (iro)

Morbach/Wenigerath. Hildegard Nauerth-Mettler, CDU-Ratsmitglied und Ortsvorsteherin von Wenigerath, bedauerte in der Ratssitzung, dass mit dem Kreuzungsumbau bei Wenigerath 2008 nicht mehr begonnen wird. Als Grund nannte Franz Peters vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) fehlende Haushaltsmittel für das Drei-Millionen-Projekt. Geplant ist neben einer weiteren dritten Spur auf einer Länge von 700 Metern Richtung Hundheim ein Brückenbauwerk.Mit dem Vorhaben wird der Knotenpunkt an der B 327 kreuzungsfrei gemacht. Linksabbieger müssen künftig an der Kreuzung über die Brücke, um zu verhindern, dass zwei Fahrspuren gekreuzt werden müssen. Immer wieder kam es zu brenzligen Situationen, wenn auf der Bundesstraße ein Fahrzeug bis zum Stehen abbremsen musste. Denn dort gibt es keine Linksabbiegespur. Und das auf einer Bundesstraße, die täglich von rund 6500 Fahrzeugen befahren wird.Die Fahrbahn-Überquerung wird nach Angaben Peters in den Dimensionen größer als die in Hundheim, weil man einen größeren Abstand zum dort verlaufenden Bach halten muss. Die Verbindung zweier Bushaltestellen erfolgt über Gehwege, die teilweise über eine Rampe an die Brücke herangeführt werden. Die beiden Haltestellen standen im Zentrum der Diskussion. "Glauben Sie, dass die Leute, die die Bushaltestelle nutzen, den weiten Weg die Rampe hochgehen, anstatt einfach die Fahrbahn zu überqueren", fragte Jürgen Jakobs (CDU). "Machen Sie einen Vorschlag, wie wir es besser machen können", forderte ihn Peters im Gegenzug auf. Achim Zender (FWM) schlug vor, die Busunternehmen aufzufordern, im Ort zu halten. Davor warnte Bürgermeister Gregor Eibes, weil man in dem Fall "komplette Fahrpläne auf den Kopf stellen" müsse. Auch ein Verzicht auf den behindertengerechten Ausbau komme nicht in Frage. Im Übrigen würden die Busse, die Schüler befördern, ohnehin im Ort halten. Karlheinz Schneider (SPD) gab zu bedenken, dass man sich ohne Haltestelle an der Bundesstraße Möglichkeiten "verbaut". Uwe Andretta (Grüne Liste) warnte vor schweren Unfällen in der Zukunft, wenn die Straße überquert würde, um den Nachhauseweg abzukürzen. Die Stelle sei künftig erheblich ungefährlicher als bisher, entgegnete Eibes scharf. Der Rat stimmte den Planungen zu. Der Morbacher Bürgermeister entließ den Vertreter der Behörde nicht, ohne zu fragen, ob man denn für 2009 mit dem Bau rechnen könne. Eine Zusage erhielt er nicht. Morbach:Extra Dritte Spuren auf einen Blick: Zusätzliche Fahrspuren an der B 327 sollen für einen besseren Verkehrsfluss und mehr Sicherheit sorgen. Morbach: Bereits in den 80er Jahren wurde auf der B 327 zwischen Morbach und der B 269 auf 1,2 Kilometern eine Zusatzspur gebaut. Hundheim/Stumpfer Turm: Zusatzfahrspuren wurde auf einer Länge von 2,9 Kilometern inklusive Brücke zwischen Hundheim und dem Stumpfen Turm für rund vier Millionen Euro eingerichtet und 2005 fertig gestellt. "Schalesbach"/L150: Auf einer Länge von 4,2 Kilometern wurde wechselseitig ausgebaut. Kosten: etwa 3,5 Millionen Euro, seit September 2007 "unter Verkehr". Zusätzlich geplant: dritte Spur zwischen der K 99 bei Odert und der B 269 bei Hochscheid und Wederath.