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Politik
Hurry up! - Noch gibt es für Deutsch-Briten zwei Pässe

FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Trier/Mainz. Der Brexit rückt näher und droht vieles zu verändern – auch für die Briten, die in der Region und im Land leben. Das Mainzer Integrationsministerium ruft britische Staatsangehörige, die sich in Deutschland einbürgern lassen wollen, daher dazu auf, rasch zu handeln. Von Katharina De Mos

(Mos) Noch können sie als EU-Bürger nach der Einbürgerung beide Pässe behalten. Nach dem für März 2019 geplanten Austritt hingegen müssen sie ihre britische Staatsangehörigkeit aufgeben, um Deutsche zu werden.

Zwar ist eine Übergangsregelung bis Dezember 2020 vorgesehen. Diese kann aber nur in Kraft treten, wenn es gelingt, ein Abkommen mit der EU zu schließen. Im Falle eines harten Brexit wäre schon im Frühjahr 2019 Schluss mit der Möglichkeit, zwei Nationen anzugehören.

Integrationsministerin Anne Spiegel weist angesichts der stockenden Austrittsverhandlungen darauf hin, dass das Einbürgerungsverfahren selbst bei zügiger Bearbeitung Monate in Anspruch nehmen kann.

In Trier ist der Antrag bei der Stadtverwaltung zu stellen, im Rest der Region sind die Kreisverwaltungen zuständig. Diese haben seit der Brexit-Entscheidung am 23. Juni 2016 bereits zahlreiche Briten zu Deutschen gemacht.

Von den 4000 Insulanern, die im Land leben, haben 2016 rund 200 und 2017 weitere 378 den deutschen Pass erhalten. In der Region leben die meisten Briten im Kreis Trier-Saarburg (mehr als 300) und in der Stadt Trier (rund 200).

Weitere Infos im Internet unter www.einbuergerung.rlp.de