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Corona : Eine Million komplett geimpft

Landesgesundheitsminister: Bis Ende des Sommers Impfangebot für alle.

Über den Sommer soll jeder Rheinland-Pfälzer, der sich impfen lassen will, ein Impfangebot erhalten. Landesgesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) wiederholte am Donnerstag sein bereits zuvor gemachtes Versprechen. Immerhin seien bereits eine Million Bürger vollständig geimpft, fast jeder Vierte. 46 Prozent der Rheinland-Pfälzer haben laut Hoch ihre Erstimpfung erhalten.  Mehr als 80 Prozent (1,8 Millionen) der über 60-Jährigen seien bereits geimpft, das sei ein guter Wert, sagte Hoch.

Allerdings warteten noch 195 000 Personen, die sich beim Impfportal des Landes  registriert haben, weil sie ein erhöhtes Infektionsrisiko haben, auf einen Termin. Innerhalb von zehn Tagen habe man diese Zahl halbiert, sagte Impfkoordinator Daniel Stich (SPD). Seit Montag seien zu den bereits Registrierten noch 96 000 Registrierungen hinzu kommen. So viele Personen haben sich nach Aufhebung der Impfpriorisierung über das Impfportal für eine Impfung angemeldet. Das sei weitaus weniger als erwartet, sagte Stich: „Der große Ansturm ist ausgeblieben.“ Viele Menschen hätten sich offenbar bei ihren Ärzten  angemeldet.

Alle, die sich beim Land für eine Impfung registriert haben, sollen in den nächsten Tagen die Möglichkeit erhalten, den Status der Anmeldung abzufragen. Bislang gibt es in der Regel nach erfolgter Registrierung keine Rückmeldung bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Impftermin mitgeteilt wird. Dadurch sind viele verunsichert, weil sie befürchten, ihre Anmeldung sei verloren gegangen. Nicht selten melden sich viele aus diesem Grund erneut beim Impfportal an. So kommt es, dass es sich bei einigen der Registrierungen um Mehrfachanmeldungen handelt.

Zwar komme man mit dem Impfen insgesamt gut voran, sagten Hoch und Stich. Aber immer noch mangele es an ausreichend Impfstoff. Das könnte sich, so der Minister, im Spätsommer ändern. Hoch geht davon aus, dass möglicherweise ab August die Nachfrage nach Impfungen nachlässt und es dann mehr Impfstoff als Impfwillige gebe. Dann sollte, sagte Hoch, vor allem verstärkt in sozialen Brennpunkten geimpft werden.

Über die Entscheidung der Ständigen Impfkommission keine generelle Empfehlung für eine Impfung von 12- bis 16-Jährigen zu geben, zeigte sich Hoch nicht überrascht. Rheinland-Pfalz hatte sich bereits vorher entschieden, Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe nicht in den Impfzentren des Landes zu impfen.