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Wetter
Ständige Unwetter und starker Regen sorgen für Frust und Angst

Aufräumarbeiten nach dem Unwetter in Dudeldorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm): Oliver Crombach bringt unbrauchbaren Hausrat zu einer eigens angelegten Sammelstelle.
Aufräumarbeiten nach dem Unwetter in Dudeldorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm): Oliver Crombach bringt unbrauchbaren Hausrat zu einer eigens angelegten Sammelstelle. FOTO: Klaus Kimmling
Trier. Viele Menschen in der Region sind aufgrund der Wetterlage verunsichert. Am Montag hat es vor allem das Saarland getroffen. In der Eifel, in der es am Abend erneut einige Einsätze gab, geht das Aufräumen weiter. Von Bernd Wientjes

Erneut gab es am Montag starke Regenfälle. Bis zum Abend blieb die Region aber bis auf einige Einsätze vor allem in Dudeldorf, Kyllburg und Badem von neuen, schweren Überflutungen  verschont.

Dieses Mal war vor allem das Saarland betroffen. Die Polizei meldete vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume in den Landkreisen Neunkirchen und St. Wendel. Auch in den Kreisen Saarlouis und Merzig-Wadern standen vereinzelt Straßen unter Wasser. Für den Landkreis Merzig-Wadern wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Die Autobahn 8 musste bei Heusweiler wegen Überflutung gesperrt werden.

In der Eifel gingen unterdessen die Aufräumarbeiten nach den schweren Unwettern von Samstag und Sonntag weiter. Am Sonntag waren vor allem die Ortschaften Rittersdorf, Biersdorf am See, Ehlenz und Ließem betroffen. Der Pegel der Nims stieg nach Regen so stark an, dass die Feuerwehr die Uferbereiche mit Sandsäcken sicherte, um Überflutungen zu verhindern. Ein Mensch wurde leicht verletzt aus den Fluten gerettet.

Umweltministerin Ulrike Höfken hat sich am Montag die bedrohliche Lage in Kyllburg angeschaut.
Umweltministerin Ulrike Höfken hat sich am Montag die bedrohliche Lage in Kyllburg angeschaut. FOTO: TV / Rudolf HOESER

Kritisch ist die Lage in Kyllburg. Dort mussten nach einem drohenden Hangrutsch die Bewohner von zehn Häusern vorsorglich ihre Wohnungen verlassen. Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) sicherten die Katastrophenstelle. Die Bahnverbindung zwischen Trier und Gerolstein bleibt weiter unterbrochen. Erneut hat es einen Erdrutsch am Wilseckertunnel gegeben, wie schon in der Woche davor, als dort ein Regionalzug entgleist war. Zusätzlich wurden nun bei Erdorf die Gleise überflutet. Die Züge aus Richtung Gerolstein fahren bis Kyllburg, die aus Trier bis Philipps­heim. Die Bahn setzt Busse zwischen den Orten ein.

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) war in den betroffenen Orten unterwegs. „Ich wünsche den Betroffenen viel Kraft für die anstehende Schadensbewältigung und hoffe, dass die Schäden nicht existenziell sind“, sagte sie.

Die anhaltende Unwettergefahr macht viele Menschen mittlerweile verdrießlich. „Wann hört das endlich auf? Ich zucke schon bei jedem Donnern zusammen“ schreibt eine Frau auf der Facebook-Seite der Lokalredaktion Bitburg. „Keine Lust mehr!“, schreibt eine andere.

Auch in Wadern wurden zahlreiche Straßen am Montag überschwemmt.
Auch in Wadern wurden zahlreiche Straßen am Montag überschwemmt. FOTO: Florian Blaes
Auch in Wadern wurden zahlreiche Straßen am Montag überschwemmt.
Auch in Wadern wurden zahlreiche Straßen am Montag überschwemmt. FOTO: Florian Blaes
Auch in Wadern wurden zahlreiche Straßen am Montag überschwemmt.
Auch in Wadern wurden zahlreiche Straßen am Montag überschwemmt. FOTO: Florian Blaes
Auch in Wadern wurden zahlreiche Straßen am Montag überschwemmt.
Auch in Wadern wurden zahlreiche Straßen am Montag überschwemmt. FOTO: Florian Blaes