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Internetbetrug: Opfer und Tatverdächtiger zugleich

Internetbetrug: Opfer und Tatverdächtiger zugleich

Doppeltes Pech: Die Kriminalpolizei Wittlich ermittelt gegen einen 49-jährigen Mann. Er war einem Internetbetrüger aufgesessen und machte sich in einem offenbar selbst strafbar: Der Vorwurf: Geldwäsche, Betrug und Urkundenfälschung.

Wie die Kriminalpolizei Wittlich mitteilt, hatte der Mann aus dem Raum Wittlich über eine Internet-Plattform E-Mail-Kontakt zu einer angeblichen Kanadierin aufgenommen.

Sie behauptete, sie hätte von ihrem Vater 148.000 Euro von ihrem in England verstorbenen Vater geerbt. Sie gab vor, mit dem Geld zu dem Mann aus der Region ziehen zu wollen. Zuvor jedoch müsse sie für Erbschaftssteuern und Gebühren bis zu 15.000 Euro zahlen. Ein angeblich befreundeter Rechtsanwalt mit Kanzleien in London und Istanbul werde ihr das Geld jedoch vorstrecken.

Kurze Zeit später wurde der Mann von dem angeblichen Rechtsanwalt kontaktiert. Ihm wurden mehrere Visa-Traveler-Schecks übersandt. Diese sollte er bei seiner Bank einlösen und das Bargeld per Western Union an verschiedene Personen überweisen.

Der Mann wurde nicht misstrauisch, sondern überwies zunächst 174 EUR und dann 1205 EUR nach Istanbul. Weiter überwies er schließlich per Western Union 4000 Euro nach London.

Bevor er jedoch weiteres Geld überweisen konnte, fiel der Bank auf, dass die Schecks gefälscht waren. Der Mann war Betrügern aufgesessen und muss nun selbst Schwierigkeiten rechnen, weil er den Betrügern half und falsche Schecks eingelöst hat.