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Kriminalität: Investitionsbank warnt vor Betrügern

Kriminalität : Investitionsbank warnt vor Betrügern

Wo viel Geld verteilt wird, sind auch Betrüger nicht weit. Diese Erfahrung machen schon seit Wochen Banken und Behörden, wenn es um die sogenannten Corona-Soforthilfen  geht. Vor einer neuen Masche warnt jetzt die rheinland-pfälzische Investitions- und Strukturbank ISB.

Derzeit sind demnach gefälschte E-Mails im Umlauf, die sich auf die Corona-Soforthilfe beziehen und angeblich eine „Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt“ oder ähnliches enthalten. Derartige Mails sollten auf keinen Fall geöffnet werden, heißt es in einer Mitteilung der ISB. Sollte es sich um eine echte Mail der Bank handeln, weise diese die  Endung „@isb.rlp.de“ auf.

Zudem werde derzeit vermehrt versucht, mit angeblichen Soforthilfeanträgen an Daten von rheinland-pfälzischen Betrieben zu kommen. So seien Unternehmer von Personen, die sich als ISB-Mitarbeiter ausgegeben hätten, gezielt nach ihren Kontoverbindungen gefragt worden. Zudem würden Betrugsseiten im Netz platziert mit dem Ziel, Unternehmensdaten abzugreifen. Die Betrugsseiten versprächen häufig einen exklusiven Zugriff auf Förderprogramme, die frei zugänglich seien, und lockten zudem mit einer angeblich unkomplizierten Bearbeitung und schnellen Auszahlung. Laut ISB wurden auch Unternehmen gezielt telefonisch angerufen und explizit auf die betrügerischen Seiten verwiesen.

Eine Sprecherin verwies darauf, dass die ISB mit Antragstellenden für die Corona-Soforthilfe ausschließlich brieflich oder per Email kommuniziere. Bei Fragen könnten Unternehmen neben der ISB das Wirtschaftsministerium oder die Kammern kontaktieren.

In den zurückliegenden Wochen hatte es auch aus anderen Bundesländern Berichte über Corona-Betrügereien gegeben. Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium musste das Soforthilfe-Programm für Selbstständige und kleine Unternehmen vor Ostern sogar stoppen, nachdem eine Betrugsmasche aufgeflogen war, bei der über falsche Internetseiten Daten abgegriffen und mit neuen Kontoverbindungen an das Ministerium weitergeleitet worden sein sollen.