Kasel: Und plötzlich war die Leitung tot

Kasel: Und plötzlich war die Leitung tot

Der 1300 Einwohner zählende Ruwerort Kasel (Kreis Trier-Saarburg) ist seit Sonntagmorgen nicht mehr über das Telekom-Festnetz erreichbar.

Ein Winzer hatte am Sonntag gegen 9.30 Uhr bei Baggerarbeiten in seinem Weinberg das armdicke Hauptkabel mit 1200 Einzelleitungen (Adern) "erwischt". Seit Sonntagmittag sind Telekom-Experten dabei, den auf rund 50 Metern Länge zerstörten Kabelstrang zu ersetzen. Nach Auskunft der Telekom eine sehr zeitraubende Arbeit, da jede einzelne Ader am vorderen und hinteren Ende des Ersatzkabels neu verbunden werden muss. Ein Telekomsprecher: "Das sind zweimal 1200 Einzelanschlüsse, als 2400 insgesamt." Voraussichtlich am frühen Montagabend dürften die rund 400 Kaseler Anschlüsse wieder ans Telekomnetz angeschlossen sein.

Zu allem Überfluss setzte ein Blitzeinschlag am Sonntag auch die Kaseler Mobilfunkanbindung teilweise außer Gefecht. Allerdings reichte es noch für den Notfall: Die örtliche Feuerwehr konnte noch rechtzeitig alarmiert werden, als während des Unwetters zwei Keller drohten vollzulaufen.