Keime im Trinkwasser – Verwaltung warnt Bürger

Keime im Trinkwasser – Verwaltung warnt Bürger

Die Verbandsgemeinde Obere Kyll (Landkreis Vulkaneifel) hat eine Verschmutzung des Trinkwassers mit krankheitserregenden Keimen festgestellt. Die Bürger sind aufgefordert, das Wasser vor der Benutzung zu kochen.

(fpl) Die Verseuchung betrifft, soweit bekannt, den Versorgungsbezirk des Pumpwerks Birgel mit den angeschlossenen Ortsnetzen Esch, Feusdorf und Jünkerath. Die Verwaltung hat die Bürger aufgerufen, sämtliches Wasser drei Minuten lang zu kochen, bevor es getrunken oder bei der Nahrungszubereitung verwendet wird. Das Gebot gilt auch fürs Zähneputzen, beim Reinigen von Wunden oder beim Abwaschen von Obst, Salat oder Gemüse.

Die Verbandsgemeindeverwaltung hat erste Schritte eingeleitet, um die Störung zu beheben. Die Ursache für die Verschmutzung ist noch nicht bekannt.

Festgestellt wurden das Bakterium „Eschericia Coli“ (E-Coli) und sogenannte coliforme Keime. Anders als diese Keime gilt E-Coli als klarer Hinweis auf eine Fäkalien-Verunreinigung, zum Beispiel durch Rinder oder Schafherden und das Auftragen von Gülle auf landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Nicht bekannt ist, wie lange sich die Erreger bereits im Trinkwasser der drei Ortsgemeinden befanden. Zuletzt waren im Dezember 2007 im Ortsnetz von Birgel bei Wasserproben coliforme Keime festgestellt worden, mit denen die nahe Quelle verunreinigt worden war.

Colibakterien kommen bei Mensch und Tier im Darm vor. Gelangen sie ins Trinkwasser, muss es mit chemikalischen Mitteln von den Keimen befreit werden. Die Bakterien verursachen unter anderem Durchfall, Harnwegsentzündungen oder Infektionen der Gallenwege. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder, alte und kranke Menschen.

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