Kein Ermittlungsverfahren wegen Testfahrer-Unfall

Kein Ermittlungsverfahren wegen Testfahrer-Unfall

Die Staatsanwaltschaft Koblenz wird kein Ermittlungsverfahren wegen des tödlichen Testfahrer-Unfalls auf der L 94 bei Boos (Verbandsgemeinde Vordereifel), an der Grenze zwischen den Kreisen Mayen-Koblenz und Vulkaneifel, einleiten.

(sts) Am 24. Juni hatte es in der Nähe des Nürburgrings einen Frontalzusammenstoß zweier Testfahrzeuge von BMW und Lexus gegeben. Der Lexus-Fahrer starb, im BMW wurde der Ingenieur einer Reifenfirma lebensgefährlich und ein Testfahrer schwer verletzt. Trotz Ermittlungen von Polizei und Gutachtern wird die Ursache des Unfalls ungeklärt bleiben.

Oberstaatsanwalt Horst Hund. „Nach dem Ergebnis unserer Überprüfung ist ein Fahrfehler des tödlich verletzten Testfahrers die wahrscheinlichste Ursache für den Unfall. Es gibt jedoch keinerlei Anhaltspunkte für einen technischen Mangel oder ein Verschulden Dritter – insbesondere der übrigen Unfallbeteiligten.“

Das Gerücht, dass der 67-Jährige auf der linken Fahrspur unterwegs war, wie in Japan üblich, hält Hund für wenig wahrscheinlich. „Diese Erklärung erscheint auf den ersten Blick naheliegend. Allerdings war der Getötete ein extrem erfahrener Testfahrer, der den Nürburgring und Umgebung sehr intensiv gekannt hat. Vielleicht war er durch eines der vielen Messgeräte in dem Spezialfahrzeug für einen Sekundenbruchteil abgelenkt. Letztlich wissen wir es nicht.“

Mehr von Volksfreund