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Keine Hoffnung für das misshandelte Baby

Spangdahlem/Bonn. Der im Eifelkreis Bitburg-Prüm misshandelte Säugling hat wenig Chancen, zu überleben. „Die Hoffnung ist gleich null“, sagt Stephan Schmitz-Wenzel von der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm, bei deren Jugendamt nun das Sorgerecht für das Baby liegt.

(kah) Es seien keine Hirnfunktionen mehr feststellbar. Der Junge werde künstlich beatmet und sei ohne Geräte nicht lebensfähig. Wie sich nun herausstellte, ist er nicht acht, sondern erst sechs Monate alt. Am 22. September wären es sieben. Doch ob das Kind dann noch lebt, ist ungewiss.

Die Staatsanwaltschaft und die zuständigen amerikanischen Behörden ermitteln weiterhin in enger Zusammenarbeit gegen die aus Texas stammenden und in Spangdahlem lebenden Eltern, die im Verdacht stehen, ihren Sohn so brutal geschüttelt zu haben, dass er irreparable Schäden an Kopf und Rücken erlitt. Die 22-Jährige Mutter sitzt wegen des Vorwurfs des gemeinschaftlich versuchten Totschlags in Untersuchungshaft.

Der Vater, der als Soldat auf der Airbase Spangdahlem stationiert ist, unterliegt der amerikanischen Militärgerichtsbarkeit. Nach Auskunft der Airbase-Pressestelle arbeitet er weiterhin, wenn auch unter Aufsicht, bis die Ermittlungen der Rechtsabteilung des Luftwaffenstützpunktes abgeschlossen sind und er erfährt, wie es für ihn weitergeht.

Am 2. September waren die Eltern mit ihrem Baby ins Wittlicher Krankenhaus gekommen. Das Kind hatte einen Atemstillstand. Weil es Hämatome an Kopf und am Rücken und mehrere Knochenbrüche aufwies, schaltete das Krankenhaus die Polizei ein. Der Säugling wurde daraufhin in eine Spezialklinik nach St. Augustin bei Bonn verlegt, wo er derzeit immer noch ist.