1. Region

Keine Kameras im Schlafzimmer

Keine Kameras im Schlafzimmer

Über 50.000 Kameras dienen zur Überwachung überall im Land. Im Durchschnitt wird jeder Arbeitnehmer an einem normalen Arbeitstag von rund 80 Kameras gefilmt. Volksfreund.de hat in einer Umfrage nach den Meinungen der User zu dieser Überwachung gefragt.

volksfreund.de hat gefragt: Wie beurteilen Sie die Tatsache, dass 50000 Video-Kameras überall im Land zur Überwachung installiert sind? Ist Ihnen bewusst, dass Sie in der Tankstelle, im Supermarkt oder beim Arzt gefilmt werden? Wo dürfen Ihrer Meinung nach keine Kameras laufen, wo sind sie sinnvoll?

Grundsätzlich lässt sich zusammenfassen, dass die doppelte Menge an Befragten die jetzige Situation der Überwachung als negativ wertet. Das Spektrum der Antworten war groß und ebenso das der aufgeführten Argumente. „Meiner Meinung nach will der Staat einfach nur die Kontrolle über die Bevölkerung haben.“ So erscheint es etlichen Usern. „Es ist eine Sauerei und dies ohne mein Wissen!“ Ein User schlägt vor, „das Geld für die 50000 Spitzelkameras der Polizei stattdessen für ihre Vor-Ort-Präsenz auszugeben.“
Und ein anderer verwies gleich zum Nachbarn auf der Insel: „Erfahrungen aus Großbritannien zeigen, dass durch diese Überwachung Straftaten nicht in nennenswertem Umfang verringert werden. Auf dem Altar scheinbarer Sicherheit werden Bürgerrechte geopfert.“

Doch nicht jeder sieht die Überwachung negativ. Hauptargument ist die Verhinderung von Gewalttaten und Verbrechen – beispielsweise bezüglich der Manipulation von Geldautomaten oder den Vermisstenfall von Tanja Gräff.

Auf die Frage, ob ihnen bewusst ist, wann und wo sie überall gefilmt werden, fiel das Urteil der User eindeutiger aus. Der Mehrheit unserer Befragten ist sich bewusst, zum Beispiel an Tankstellen oder in Supermärkten gefilmt zu werden. Überrascht zeigten sich viele davon, dass auch in Arztpraxen gefilmt wird. An den genannten öffentlichen Räumen ist die Überwachung aber für fast alle User nachvollziehbar. Grund: „Zuwachs an Sicherheit“.

„Es ist immerhin ein Vorteil für mich, wenn es um eine Beweislage geht“, schreibt etwa ein User. Dass es für die meisten in Arztpraxen eher unangenehm ist, gefilmt zu werden, führt zu unserer letzten Frage: Wo dürfen nach Meinung der Bürger keine Kameras laufen, wo sind sie jedoch sinnvoll?

An Bushaltestellen, Bahnhöfen, Flughäfen, Kitas, Kindergärten oder Banken wären nach Meinung der User Kameras sinnvoll, jedoch in Toiletten, Cafés, Arztpraxen, Umkleidekabinen oder in den eigenen vier Wänden haben diese nichts zu suchen.
„Nicht dort, wo die Würde und das Schamgefühl berührt werden könnten, sonst überall wo Gefahren- und Kriminalitätsschwerpunkte liegen.“ So fasst es ein User zusammen.

Mehr Meinungen zum Thema lesen Sie hier!