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Keine kostenlosen Corona-Tests mehr – wer muss zahlen?

Aber nicht für alle : Ab Montag keine kostenlosen Corona-Tests mehr – Wer muss zahlen?

Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass es weniger Testmöglichkeiten geben wird. Der größte Anbieter in der Region schließt seine Stationen. Was gilt künftig für Schüler?

Wer sich ab kommenden Montag per Schnelltest auf Corona testen lassen will, der muss dafür bezahlen. Von da an werden die bislang kostenlosen Bürgertests nicht mehr angeboten. Wie viele Teststationen es dann noch geben wird und wie teuer die Tests dann sein werden, dass kann man im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium noch nicht abschätzen.

Das Land will keine Vorgaben für die Preise der Tests machen. „Wahrscheinlich wird es weniger Angebote in den Städten geben, sich testen lassen zu können“, sagte ein Ministeriumssprecher unserer Redaktion. Davon geht man auch bei der Stadt Trier aus. Einer der größten lokalen Anbieter von privaten Corona-Teststationen ist Alfons Endlein. Er betreibt in der Region Trier derzeit noch 15 Teststationen mit 300 Mitarbeitern. Endlein wird seine Stationen voraussichtlich ab Montag schließen. Wenn die Schnelltests künftig Geld kosten, sei mit geringerer Nachfrage zu rechnen. Laut Endlein haben in Trier bis zuletzt noch über 1000 Menschen täglich die Teststationen aufgesucht.

Ende der kostenlosen Corona-Tests: Wer hat noch Anspruch auf Gratis-Tests

Weiterhin einen Anspruch auf kostenlose Corona-Tests haben laut Ministerium nur noch Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und Jugendliche von 12 bis 18 Jahren. Also auch Geimpfte, die sich freiwillig testen lassen wollen, müssen ab Montag für die Tests bezahlen.

Die Schüler werden nach den Herbstferien weiterhin in den Schulen getestet. Der Nachweis dieses Tests gilt dann auch überall dort, wo eine Testpflicht gilt, etwa in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen. In den ersten beiden Wochen nach den Ferien würde zweimal pro Woche getestet, „um das Einschleppen von Corona durch Reiserückkehrer aufzufangen“, teilte das Bildungsministerium mit. Danach würde einmal pro Woche getestet, und zwar jeweils montags. Während der zweiwöchigen Herbstferien würden Schüler grundsätzlich als getestet gelten, auch wenn keine Tests in den Schulen stattfinden würden, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums. Es könne aber sein, dass Veranstalter trotzdem einen Nachweis verlangten. Dann müssen sich die Jugendlichen trotzdem testen lassen.

2G-Regel: Immer mehr Veranstaltungen mit neuer Regelung

Sind bei einer Veranstaltung oder in einem Restaurant nach der 2G-Regel nur Geimpfte und Genesene zugelassen, kann es sein, dass ungeimpfte Jugendliche nicht rein dürfen. So hat der Fußball-Drittligist Kaiserslautern angekündigt, dass er künftig im Stadion auf die 2G-Regel setze und ungeimpfte Jugendliche damit nicht mehr ins Stadion dürften. Ausnahmen gelten für Kinder bis einschließlich elf Jahren. Im Gesundheitsministerium verweist man auf die sogenannte 2G-plus-Regel, bei der begrenzt auch negativ getestete Ungeimpfte zugelassen seien.