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Kell am See: Radwegbrücke soll doch gebaut werden

Kell am See. Wenn der Kreistag Trier-Saarburg am Montag dem Vorschlag der Ortsgemeinde zustimmt, dann wird die seit langem heiß diskutierte Radwegbrücke über die L143 in Kell am See doch noch gebaut. Der Keller Rat hat sich am Donnerstag mehrheitlich für eine neue Variante – der Errichtung eines 95000 Euro teuren Aluminium-Bauwerks – ausgesprochen. Geplanter Termin der Einweihung ist der 6. Mai.

(ax) Sie soll mit ihren Aluminiumstegen auf einer Länge von 30 Metern und mit einer Breite von 2,50 Metern freittragend die Landesstraße143 überspannen und circa 95.000 Euro kosten. Das sind die wichtigsten Zahlen und Fakten zum neuen Vorschlag für ein geplantes Bauwerk, an dem sich in Kell am See und Umgebung nun schon seit Ende 2006 die Geister scheiden: die berühmt-berüchtigte Radwegbrücke.

Die CDU-Mehrheitsfraktion im Keller Gemeinderat mit Ortsbürgermeister Markus Lehnen tritt seither vehement für die Errichtung ein, weil sie in der Brücke – die in der ursprünglichen Stahl-Version 150.000 Euro gekostet hätte - die beste Lösung sieht, um den Nutzern des Ruwer-Hochwald-Radwegs ein sicheres und gefahrenloses Überqueren der L143 zu ermöglichen. Unveränderte Standpunkt der SPD-Fraktion in der Dauer-Diskussion war hingegen, dass die Ortsgemeinde kein Geld für die Brücke ausgeben sollte, „da sie nicht unsere Baustelle ist“ (Sprecher Edgar Thielen). Das Land hatte eine Bezuschussung des Projekts aber abgelehnt.

Im Keller Ortsgemeinderat hat Lehnen am Donnerstagabend den neuen Lösungsvorschlag vorgestellt, dem das Gremium mehrheitlich zustimmte. Vom Hersteller liege ein Angebot für den Bau einer Aluminiumbrücke für 95.000 Euro vor. Die Ortsgemeinde müsse dafür ihren Anteil von 17.000 auf 27.000 Euro aufstocken und die VG Kell ihren zugesagten Betrag von 17.000 Euro beisteuern. Der dritte Finanzierungs-Partner – der Kreis – hat in seinem Haushalt einen Betrag von 20.000 Euro stehen.

Dem Kreistag liegt am Montag ein Antrag der Ortsgemeinde vor, diese Summe ebenfalls auf 27.000 Euro anzuheben. „Die Kreisverwaltung wird dem Kreistag auch eine solche Beschlussempfehlung machen“, sagt Pressesprecher Thomas Müller auf TV-Anfrage. Weitere 27.000 Euro werden laut Lehnen von einem Privatmann gespendet, der seinen Namen aber erst nennen wolle, wenn die Angelegenheit endgültig unter Dach und Fach ist. Eine Termin für die Einweihung der Brücke ist mit dem 6. Mai bereits ins Auge gefasst.