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Kinderporno-Razzia - Wohnung in Trier durchsucht

Beweise gesichert : Kinderporno-Razzia - Wohnung in Trier durchsucht

Eine Gruppe von Männern soll Kinderpornos getauscht und Sexpartys gefeiert haben. Jetzt wurden ihre Wohnungen durchsucht und Beweismaterial sichergestellt. Ein Beschuldigter lebt in Trier.

Bei einer bundesweiten Razzia gegen Kinderpornografie ist  auch eine Wohnung in Trier durchsucht worden. Das bestätigte ein Sprecher der Berliner Polizei auf Anfrage unserer Zeitung. Bei der sogenannten „Operation Gartenhaus“ wurden demnach 15 Wohnungen in vier Bundesländern durchsucht. Zahlreiche Datenträger wie Computer und Telefone seien beschlagnahmt worden, außerdem Drogen, eine Waffe und ein Messer. 82 Polizisten waren insgesamt im Einsatz.

Hintergrund der „Operation Gartenhaus“ sind die vor über einem Jahr begonnenen Kinderpornografie-Ermittlungen gegen einen 47-jährigen Berliner. Bei dem Mann sichergestellte Beweismittel führten die Fahnder auf die Spur von 14 weiteren Männern im Alter von 30 bis 47 Jahren.  Sie sollen kinderpornografische Fotos und Filme sowie Erfahrungen über den sexuellen Missbrauch von Kindern ausgetauscht haben. Einige sollen auch kinderpornografische Filme im Rahmen sogenannter Sexpartys vorgeführt oder angesehen und dabei Drogen konsumiert haben.

Zeitgleich wurden am Mittwoch die Wohnungen der Beschuldigten durchsucht, von denen die meisten in Berlin leben. Ein Tatverdächtiger soll sich auch gewehrt haben, so dass er selbst und ein Polizist leicht verletzt wurden.

Das Internet sei ein Raum, der die Sicherheitsbehörden immer wieder an ihre Grenzen bringe, kommentierte die Gewerkschaft der Polizei den Einsatz. „Wir müssen leider feststellen, dass wir aufgrund der begrenzten personellen und technischen Ausstattung oftmals nur an der Oberfläche graben“, so ein Sprecher.