1. Region

Kino und Theater erst nach einem negativem Corona-Test? (Update)

Pandemie : Ins Kino und Theater nur noch nach negativem Corona-Test? (Update)

Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass es Lockerungen des Lockdowns nur geben wird, wenn gleichzeitig mehr Corona-Tests durchgeführt werden. Im Entwurf der neuen Teststrategie ist sogar die Rede davon, dass viele Freizeitangebote nur nach einem negativen Test genutzt werden dürfen.

Viele sehnen sich danach, endlich wieder ins Kino, ins Theater oder auf ein Konzert zu gehen. Durch den Lockdown ist das nicht möglich. Kinos und Theater sind geschlossen. Konzerte durften im vergangenen Sommer bis zum Lockdown nur im kleinen Rahmen stattfinden.

Wenn sich Bund und Länder heute Mittag ab 14 zusammenschalten, um mal wieder über die Corona-Maßnahmen zu beraten, geht es auch darum, wie angesichts noch immer bundesweit steigender Corona-Zahlen trotzdem Lockerungen möglich sind. Corona-Schnelltests spielen dabei eine bedeutende Rolle. In einem Entwurf für eine neue Nationale Teststrategie ist die Rede davon, dass Selbsttests unter „Aufsicht“ vor Ort etwa durch Veranstalter „auch als Voraussetzung für das Betreten eines Restaurants, eines Theaters oder Kinos dienen“ könne. Das Bundesgesundheitsministerium sei bereits in Verhandlungen mit Herstellern, um eine bestimmte Mindestmenge dieser Tests für den deutschen Markt zu sichern.

Auch soll jedem ermöglicht werden, sich selbst zu Hause zu testen. Diese Selbsttests dienten der zusätzlichen Sicherheit „in einer konkreten Situation“, etwa vor Familientreffen oder Besuchen.

Der rheinland-pfälzische Handel hält nichts davon, jeden Kunden vor Betreten eines Ladens zu testen. Dieses „Freitesten“ sei vor allem in Innenstädten nicht umsetzbar, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands, Thomas Scherer, volksfreund.de. Der Handel in Deutschland habe jeden Tag 50 Millionen Kunden. „So viele Tests gibt es doch gar nicht“, sagt Scherer. Er vermisse bei den bisher bekannten Beschlussgrundlagen für die um 14 Uhr beginnenden Beratungen eine echte Öffnungsperspektive für den Handel.

Die Debatte rund um Öffnungsperspektiven für die Veranstaltungswirtschaft sei notwendig und richtig, sagt Arndt Landwehr, Geschäftsführer der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Trier. Zu dieser gehören die Arena und der Messepark in Trier „Die Frage, wie und unter welchen Umständen Events ausreichend sicher und dennoch wirtschaftlich tragbar durchgeführt werden können, ist eine Existenzielle“, sagt Landwehr.  Auch wenn die Gesellschaft selbst noch vergleichsweise gut da stehe, sehe es in der  düster aus. „Deshalb begrüßen wir viele Konzepte, um Events in einem gewissen Rahmen möglich zu machen.“ Man beteilige sich  konstruktiv an der Entwicklung solcher Ideen. „Denn wir sehen in der Kunst und Kultur nicht nur einen wichtigen Wirtschaftsfaktor, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Steigerung der Lebensqualität unter sicheren Bedingungen“, so der Arena-Chef.