Protest Demo am Domportal: Maria 2.0 protestiert auch in Trier

Trier · Am Wochenende hat die Initiative Maria 2.0 bundesweit für Aufsehen gesorgt. Auch in Trier waren Mitglieder aktiv. Seit 2019 fordert die in Münster gegründete Initiative Maria 2.0 Reformen in der Kirche sowie eine Aufarbeitung von Missbrauchsfällen. Das steckt dahinter:

Kirchen-Reform gefordert: Maria 2.0 demonstriert auch vor Trierer Dom
Foto: dpa/Angelika Warmuth

Anhänger der katholischen Reformbewegung „Maria 2.0“ haben am Sonntag auch in Trier Plakate mit ihren Forderungen an die Türen des Doms geschlagen. Die Aktivistinnen fordern darin unter anderem mehr Gleichberechtigung, die Aufklärung von sexuellem Missbrauch, die Aufhebung des Pflichtzölibats und die Anerkennung von unterschiedlichen Lebensformen.

„Wir wollen einfach darauf aufmerksam machen, dass wir da sind und sich unsere Forderungen nicht geändert haben“, sagte eine Sprecherin der Initiative. Auch die hohen Austrittszahlen aus der katholischen Kirche dürften nicht ignoriert werden. „Wenn die Kirche es ernst meint, dann muss jetzt was passieren. Wer sich auf die Botschaft Jesus beruft, kann keine Menschen ausgrenzen.“

Die bundesweite Aktion fand im Vorfeld der Vollversammlung der Deutschen Bischöfe statt, die am Dienstag beginnt. Die Reformbewegung „Maria 2.0“ ist ein Zusammenschluss von Frauen der katholischen Kirche. Die Initiative setzt sich für mehr Gleichberechtigung und eine Erneuerung der katholischen Kirche ein.

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