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Soziales
Kirchen und Vereine hoffen auf Spenden zur Adventszeit

Der ehemalige Trierer Weihbischof und heutige Limburger Bischof Georg Bätzing.
Der ehemalige Trierer Weihbischof und heutige Limburger Bischof Georg Bätzing. FOTO: Boris Roessler
Trier. Limburgs Bischof Georg Bätzing eröffnet die Adveniat-Aktion der katholischen Kirche. Auch „Brot für die Welt“ beginnt. Bei der Volksfreund-Aktion „Meine Hilfe zählt“ geht es um Projekte in der Region.  Von Rainer Neubert
Rainer Neubert

Wenn der ehemalige Trierer Weihbischof Georg Bätzing am Samstag mit einem Gottesdienst in Wiesbaden die bundesweite Aktion Adveniat  der katholischen Kirche eröffnet, ist das der Startschuss für einen ganz besonderen Endspurt. Denn immer, wenn das Weihnachtsfest näherrückt, nimmt die Spendenbereitschaft der Menschen in Deutschland zu. Zahlreiche „Bettelbriefe“ füllen bereits seit Wochen die privaten Briefkästen. Der Beginn der Adventszeit ist nun auch für die großen Kirchen Anlass, sich an die Menschen zu wenden.

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„Geben wir jungen Menschen Chancen! Unterstützen wir sie in ihren Anliegen, unsere Welt verantwortlich mitzugestalten in Deutschcland und in Lateinamerika.“ So wirbt Bätzing, Oberhaupt des Bistums Limburg für die diesjährige Adveniat-Aktion. Die benachteiligten und hungernden Menschen auf der Welt stehen auch im Mittelpunkt der 60. Spendenaktion „Brot für die Welt“ der evangelischen Kirchen. „Der Anteil der Menschen and erWeltbevölkerung, die Hunger leiden, ist zwar in den letzten 60 Jahrne deutlich zurückgegangen“, sagt Cornelia Füllkurg-Weitzel, Präsidentin der von Brot für die Welt. „Doch wir sehen mit Sorge, dass die Zahl der Hungernden zum zweiten Mal in Folge wieder angestiegen ist.“

Nach einer aktuellen Erhebung im Auftrag des Deutschen Spendenrates sind hierzulande bis Ende September 3,3 Milliarden Euro an gemeinnützige Organisationen und Kirchen gespendet worden. Der Verband rechnet damit, dass diese Zahl bis zum Jahresende auf bis zu 5,5 Millionen Euro steigen wird. Das wäre mehr als in den beiden  Vorjahren, obwohl die Zahl der Spender abnimmt. Mit 35 Euro liegt die durchschnittliche Summe der Einzelspenden über denen der Vorjahre.

„Die Spendenbereitschaft im Bistum Trier hat sich im Vergleich zu 2016 auch 2017 nicht verändert“, sagt eine Sprecherin des Bistums. „Sie ist mit einer Million Euro unvermindert hoch.“ Sorge vor einem Rückgang haben nach den Schlagzeilen über den Pflegenotstand im Mutterhaus der Borromäerinnen vor allem der Förderverein für krebskranke Kinder und die Villa Kunterbunt. Einen Lichtblick gibt es dagegen bei dem Verein Nestwärme, der auf der Spendenplattform Meine Hilfe zählt um Unterstützung bittet. Der erste Rahmenvertrag zur ambulanten Kinderintensivpflege mit der AOK bringt etwas mehr Sicherheit.