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Kölner Karnevals-Kultband Bläck Fööss hat traurige Neuigkeit

Köln : „Bye bye my love“: Kölner Karnevals-Kultband Bläck Fööss hat traurige Nachricht für ihre Fans

Knapp einen Monat vor Beginn der Karnevals-Session in Köln sorgt die wohl bekannteste Fastelovends-Band der Stadt, die Bläck Fööss, für feuchte Augen bei ihren Fans.

Sie sind die Kölner Karnevalsband, originaler geht’s nicht: die Bläck Fööss. Gegründet 1970, schunkelten sich seitdem Tausende Jeckinnen und Jecke zu ihren Songs durch die Karnevalshallen am Rhein - und sicher auch an Mosel, Kyll und sonst wo in der Region Trier. Selbst der größte Karnevals-Muffel hat schon mal gehört von Klassikern wie Mer losse d’r Dom en Kölle, Drink doch eine met, Bye, bye my love oder Dat Wasser vun Kölle. Am Dienstag, knapp vier Wochen vor Beginn der Karnevalssession am 11.11., haben die Fööss nun eine Nachricht verkündet, die ihre Fans wohl ziemlich wehmütig werden lassen dürfte: Die Band hatte zu einer Pressekonferenz in die Lanxess-Arena geladen, um eigentlich über das geplante Silvesterkonzert in der Riesen-Halle am Rhein zu informieren.

Eigentlich ... denn da war noch etwas anderes, was die Gruppe mit den nackten Füßen im Namen zu verkünden hatte: Das Konzert an Silvester wird der letzte Auftritt für die letzten beiden verbliebenen Gründungsmitglieder, „Erry“ Stoklosa und „Bömmel“ Lückerath, sein. Der Kölner Stadt-Anzeiger zitiert Lückerath mit den Worten: „Der Erry und ich werden die Gelegenheit nutzen, um unseren Abschied aus der Band zu zelebrieren. Die Band ist gefestigt und bildet so ein starkes Ensemble, dass wir den Stab weiter geben können.“

Bei den Bläck Fööss endet eine Ära

Damit, so schreibt der Stadt-Anzeiger weiter, „endet nach 52 Jahren eine Ära, in der die Musiker der Bläck Fööss vor allem in ihrer ersten Hälfte die kölsche Musik mehr und nachhaltiger verändert haben als alle zuvor“.

Ernst Josef „Erry“ Stoklosa, der Mann aus dem rechtsrheinischen Stadtteil Porz, war seit Gründung für Gesang, Percussion und Mundharmonika zuständig und wird kommende Woche 75 Jahre alt. Für viele war Stocklosa nach dem Abgang von Tommy Engel im Jahr 1994 das Gesicht der Band.

Günther Antonius Lückerath (74), in Köln meist nur als „Bömmel“ bekannt, spielte vor allem Saiteninstrumente von Gitarre über Mandoline bis Bouzouki und Banjo und war auch für Gesang zuständig.

Und übrigens: Wer Lückerath und Stoklosa an Silvester in der Lanxess-Arena noch mal auf der Bühne sehen möchte: Es gibt noch Tickets für das Konzert.