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Kommentar zur Rebellion des Bistum Trier

Kommentar zur Rebellion des Trierer Bistums : Segensreiche Worte

Die Worte des Trierer Generalvikars zum jüngsten römischen Bremsmanöver lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Ulrich Graf von Plettenberg kritisiert dieses Mal nicht nur ein völlig schwachsinniges Segnungsverbot von homosexuellen Paaren.

Nein, der Generalvikar kündigt sogar öffentlich an, sich dem zu widersetzen. Das ist eine neue Qualität und ein neues Selbstbewusstsein. Und das Statement von Plettenbergs drückt aus, wie groß der Frust an der katholischen Basis ist über den permanenten Gegenwind aus Rom. Da können sich die Priester, Pastroralreferentinnen, Haupt- und Ehrenamtliche vor Ort abmühen, wie sie wollen, den Glauben zeitgemäß zu verkünden und entsprechende Angebote zu machen. Nur sind sie dabei auf Gedeih und Verderb der im vorvergangenen Jahrhundert steckengebliebene Altherrenriege im Vatikan ausgeliefert.

Höchste Zeit, dass sich dagegen nicht nur Basisbewegungen und fortschrittliche Geistliche auflehnen, sondern auch die leitenden Kleriker. Offensichtlich gibt es welche, die sich nicht damit abfinden wollen, in naher Zukunft nur noch einem kleinen Grüppchen Gleichgesinnter anzugehören, denen jeglicher Kontakt zur Basis abhandengekommen ist.

Vor diesem Hintergrund sind die Äußerungen des Trierer Generalvikars, die der Bischof abgenickt haben dürfte, ein echter Segen.

r.seydewitz@volksfreund.de