100 Parzellen im Pferdsgarten

KONZ-KÖNEN. (LH) Könen hat in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung genommen. Ein Beispiel liefert die Zahl von 2350 Einwohnern. Einen weiteren Schub soll ein neues Baugebiet bringen – mit 100 Bauparzellen.

Was die Gemeindeväter von Konz-Könen in ihrer jüngsten Zusammenkunft im Gasthaus "Greif-Deutschen" beschlossen haben, war zwar (noch) nicht der endgültige Aufstellungsbeschluss für das neue Baugebiet "Im Pferdsgarten". Dennoch machte das Gremium unter Vorsitz von Ortsvorsteher Peter Wincheringer mit seinem einstimmigen Votum den Weg frei, dass über diesen Punkt in der nächsten Ortsbeiratssitzung endgültig beraten und beschlossen werden kann. Thomas Lang vom Büro BKS in Trier erläuterte den Stand der Planung für das 100 Parzellen umfassende künftige Baugebiet. Beteiligt worden waren die "Träger öffentlicher Belange". Ihren Anregungen wollte der Ortsbeirat allerdings nicht in allen Punkten folgen. Beispiele: Kleinteilige Festlegungen, wie die Fassaden der Häuser auszusehen haben oder eine zentimetergenaue Festlegung des Dachüberstands, wie von der Kreisverwaltung Trier-Saarburg vorgeschlagen, gingen dem Ortsbeirat doch zu weit.Bauherren sollen Spielraum behalten

Den Bauherren müsse ein gewisser Spielraum erhalten bleiben und ihnen eine gewisse Freiheit in ihren Planungen zugebilligt werden, hieß es einhellig aus der Mitte des Rates. Der Vorschlag, keine Blockhäuser in dem Gebiet zuzulassen, wurde jedoch angenommen. "Im Pferdsgarten" soll von drei Straßen erschlossen werden. Mit dieser "dezentralen Lösung" erwartet Planer Lang eine "gerechte Verteilung der Verkehrsströme", so auch der Ortsbeirat. Schule und Kindergarten sollen zusätzlich über einen Grünstreifen zu erreichen sein. Geprüft werden soll ferner, ob ein Gasversorger Interesse zeigt. Das Thema "Kinderspielplatz" möchte der Ortsbeirat der Objektplanung der Verwaltung überlassen. Ein dicker finanzieller Brocken kommt auf den Ortsteil mit der Sanierung der Sporthalle und den Aufbau von separaten Jugendräumen auf dem Flachdach über den Umkleideräumen zu. Achim Nathusius vom Büro Stolz und Kintzinger (Trier) erläuterte seine Vorstellungen. Den Sanierungansteil bezifferte er auf knapp 160 000 Euro; die Jugendräume auf 350 000 Euro. Einstimmig wurden die Planungen anerkannt. Ebenfalls einstimmig passierte den Rat das Vorhaben, die ehemalige Wohnung in der Grundschule für Zwecke des Musikvereins (MV) umzunutzen. Der MV beabsichtige, Eigenleistungen von 77 000 Euro in die Maßnahme (Gesamtkosten 167 000 Euro) einzubringen, erklärte Peter Wincheringer.