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110 Tage Vollsperrung in Karthaus

110 Tage Vollsperrung in Karthaus

Die lang geplante Umgestaltung der Karthäuser Straße beginnt am heutigen Montag. Damit die Bauarbeiter die Straße in Ruhe erneuern können, wird eine Vollsperrung eingerichtet. Autofahrer müssen dann fast ein halbes Jahr auf benachbarte Anwohnerstraßen ausweichen.

Konz. Wer in den kommenden Monaten durch Karthaus fährt, muss einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Die Albanstraße und der Parallelweg auf der einen Seite von Karthaus sowie die Römerstraße auf der anderen Seite des Stadtteils werden zu Einbahnstraßen. Auf der Albanstraße geht es dann nur Richtung Konz und auf der Römerstraße Richtung Trier voran.Sperrung bis 20. Dezember



Die Karthäuser Straße wird voraussichtlich bis zum 20. Dezember voll gesperrt. Grund dafür: Die Arbeiten zur lange geplanten Verschönerung und Beruhigung der Karthäuser Hauptstraße beginnen. Zunächst werden jedoch neue Leitungen verlegt. Dafür brauchen die Bauarbeiter voraussichtlich 110 Werktage.
Drei Auftraggeber - die Stadt Konz, die Verbandsgemeindewerke Konz und die Stadtwerke Trier - investieren in die Umgestaltung des Straßenraums sowie in das Verlegen neuer Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen insgesamt 778 000 Euro. Die Umgestaltung der Straße kostet dabei 120 000 Euro und wird aus dem Städteförderprogramm Soziale Stadt bezuschusst, das der Bund und die Länder aufgesetzt haben. Die Planung für das Projekt ist im April im Konzer Stadtrat vorgestellt und beschlossen worden. Die Detailplanung des Ingenieurbüros Paulus und Partner sieht vor, dass zunächst die Gas- und Wasserleitungen und danach die Hausanschlüsse verlegt werden. In einem dritten Schritt wird die Kanalisation punktuell erneuert.
Erst danach beginnen die Arbeiter mit der Umgestaltung der Straße. Dann werden sie zuerst die zwölf Baumstandorte einrichten, um danach die Fahrbahneinengungen zu bauen. Im letzten Schritt wird die alte Fahrbahn abgefräst und neuer Asphalt aufgetragen. Wenn die Witterung es zulasse, würden die Arbeiten in diesem Jahr abgeschlossen, sagt Achim Lutz, Sprecher der Verbandsgemeindeverwaltung.
Die Verwaltung hat die Pläne Mitte Juli bei einer Anwohnerversammlung vorgestellt, zu der 40 Bürger in das Stadtteilbüro in Karthaus gekommen sind. Damals hieß es noch, dass beim ersten Bauabschnitt nur eine Teilsperrung mit Ampelschaltung notwendig sei. Jetzt beantwortet Verwaltungssprecher Lutz eine entsprechende Anfrage, dass doch von Anfang an eine Vollsperrung notwendig sei. Die Umleitung werde von Bauabschnitt zu Bauabschnitt leicht verändert geführt, sagt er.
Wegen der Einbahnstraßenregelung und zusätzlichen Verkehrs in den Nebenstraßen kann es laut Verwaltung nötig werden, Halteverbotszonen einzurichten. Die Stadt Konz sagt zu: "Die Anlieger können immer an Ihre Anwesen." Jürgen Thelen von der ausführenden Baufirma Elenz aus Konz verspricht, dass seine Mitarbeiter das Möglichste tun würden, damit die Einschränkungen für alle Beteiligten so gering wie möglich ausfielen. Der Karthäuser Quartiersmanager Dominik Schnith bittet alle Bürger und Beteiligten darum, bei Fragen oder Problemen das Gespräch zu suchen. Nur so könnten Anwohner, Verwaltung und Baufirma eine gemeinsame Lösung finden.