1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

115 000 Euro - Wald zahlt sich aus

115 000 Euro - Wald zahlt sich aus

In diesem Jahr ist Sparen angesagt in Naurath/Wald. Der Doppelhaushaltsplan für 2013 und 2014 sieht abgesehen von restlichen Ausgaben für die Bürgerhauserweiterung nur wenige Investitionen vor.

Jörg Walden wurde von Werner Weber geehrt. TV-Foto: Ursula Schmieder.

Naurath/Wald. Der Ortsgemeinde Naurath ist ein kleines Kunststück gelungen. Obwohl sie beachtliche 547 614 Euro in ihr Bürgerhaus investierte, steigen ihre Schulden verglichen mit 2011 mit 28 000 Euro moderat. Ende 2014 werden es voraussichtlich 438 000 Euro sein. Geglückt ist das laut Ortsbürgermeister Werner Weber dank hoher Einnahmen aus dem Forst.
Der Gemeindewald erwirtschaftete in den Jahren 2011 und 2012 etwa 115 000 Euro plus. Außerdem wurde ein Baugrundstück für 28 000 Euro verkauft, so dass selbst zusätzliche Ausgaben problemlos finanziert werden konnten.
Die Architekten Christoph Eiden und Joachim Wahlen nannten im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung die wichtigsten: neue Zugänge und Treppen, zusätzliche Elektro-, Anstrich- und Fliesenarbeiten in Küche, Keller, Treppenhaus und Jugendraum, Austausch von Brenner, Heizkörper und zwei Türen, zwei Vordächer, eine Sprechanlage und eine Außenzapfstelle. Die vom Gemeinderat zusätzlich beauftragten Leistungen summieren sich allein auf 41 000 Euro. Hinzu kommen 9000 Euro, für die der Innenputz komplett statt nur teils erneuert wurde, was sich als erforderlich erwies.
Die Gemeinde hofft daher auf einen nachträglichen Zuschuss zu den bereits bewilligten 250 000 Euro.
Im aktuellen geschnürten Doppelhaushaltsplan für 2013 und 2014 ist das noch nicht berücksichtigt. Laut Weber handelt es sich - abgesehen von restlichen 60 000 Euro fürs Bürgerhaus - um einen Sparhaushalt. Fast 20 Jahre alte Mähgeräte werden für 4500 Euro ersetzt, der Brunnen im Unterdorf repariert (circa 2000 Euro) und die Brücke über die kleine Dhron saniert. Eine erste Zahlung von 9076 Euro war 2012 fällig. In diesem Jahr stehen Restarbeiten in ähnlicher Höhe an. Außerdem muss eine von der Jagdgenossenschaft zwischenfinanzierte mobile Bühne bezahlt werden (3000 Euro). Der gleiche Betrag fließt in ein 2009 für den Bau eines Windrades gekauftes Grundstück. Die bisher vier Anlagen bescheren dem 230-Einwohner-Ort jährlich 65 000 Euro Pachteinnahmen.
Kai Rosar von der Finanzabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung geht daher von einer positiven Entwicklung aus. Nach aktuellem Stand werde Naurath ab diesem Jahr ausgeglichene Haushalte mit steigender "freier Finanzspitze" beschließen können.
Eingangs der Sitzung ehrte Weber einen verdienten Bürger, den Sportler Jörg Walden. Der Rollstuhlfahrer ist nicht nur siebenfacher Deutscher Meister der Paratriathleten, sondern seit 2012 auch Weltmeister dieser Disziplin. Mit Marlene Thees ernannte die Gemeinde zudem eine neue ehrenamtliche Küsterin. Die 47-Jährige löst Monika Thömmes ab, die das Amt 21 Jahre innehatte.
Dass die Gemeinde für den Küsterdienst Sorge tragen muss, liegt daran, dass die Dorfkirche auf Niemandsland steht. Das Bistum Trier beteiligt sich aber an den Kosten. urs