Infrastruktur 12,5 Millionen Euro für Wasserversorgung

Konz · Der Verbandsgemeinderat Konz hat die Investitionspläne 2018 bis 2022 für die Werke und Verbandsgemeinde (VG) beschlossen. Als ein Problem kristallisierte sich die Überforderung der Verwaltung durch das Gebäudemanagement heraus.

 Eine der größten Einzelinvestitionen der VG-Werke Konz  war zuletzt der Trinkwasserhochbehälter Tawern-Fellerich. Er  erscheint für die Jahre vor 2018 mit 1,19 Millionen Euro im  Investitionsprogramm und für 2018 mit einem Restbetrag von 50 000 Euro.

Eine der größten Einzelinvestitionen der VG-Werke Konz  war zuletzt der Trinkwasserhochbehälter Tawern-Fellerich. Er  erscheint für die Jahre vor 2018 mit 1,19 Millionen Euro im  Investitionsprogramm und für 2018 mit einem Restbetrag von 50 000 Euro.

Foto: Friedhelm Knopp

Der Verbandsgemeinderat Konz hatte bei seiner jüngsten Sitzung gleich mehrere wichtige Punkte auf der Tagesordnung.

Diskussion über  Wohnhaussanierung  Einstimmig beschloss der Rat nach kurzer Aussprache das Investitionsprogramm der VG Konz für die Jahre 2018 bis 2022 mit einer Gesamt­summe von rund 9,47 Millionen Euro. Beispielhaft einige der darin enthaltenen Positionen: Ein Schwerpunkt in den kommenden Jahren sind Bachrenaturierungen in Konz und in der Verbandsgemeinde, die fast vollständig aus dem Gewässerprogramm des Landes gefördert werden. Für Ausrüstung und Fahrzeuge der Feuerwehren sind bis 2022 insgesamt rund zwei Millionen Euro vorgesehen. In den Schulbereich werden im gleichen Zeitraum rund 465 000 Euro investiert. Stark zu Buche schlagen in den kommenden Jahren mit 550 000 Euro die Generalsanierung des VG-eigenen Wohnhauses an der Konzer Saarstraße sowie mit 900 000 Euro (verteilt auf 2020/21) die Sanierung des Wohnhauses an der Niedermenniger Straße (der TV berichtete).

Über die Höhe der angefallenen Sanierungskosten hatte es schon im Bauausschuss Debatten gegeben. Dazu wies Bürgermeister Weber darauf hin, dass die Verwaltung mit dem Gebäudemanagement von Wohnanlagen überfordert sei – nicht etwa wegen personeller Unterbesetzung, sondern weil sie nicht über die erforderliche Kompetenz und das Fachwissen verfüge. Weber: Die Grundsanierung von Wohnhäusern im bewohnten Zustand gehört nicht zu den Kernkompetenzen der Verwaltung. Sie ist auch keine Kernaufgabe des Rathauses.“ Ratsmitglied Sascha Gottschalk (Grüne) erinnerte an die früher schon erörterte Möglichkeit, die gesamte Problematik aus der Verwaltung auszugliedern und eine Kommunale Wohnbaugenossenschaft zu gründen. Nach Meinung von CDU-Ratsmitglied Bernd Henter gehörten Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung zunächst nicht zu den Aufgaben der VG, sondern seien grundsätzlich Sache der Ortsgemeinden – in dem Fall der Stadt Konz. Ausdiskutieren ließ sich das komplexe Problem in der laufenden Ratssitzung nicht. Bürgermeister Weber: „Wir werden die Sache auf jeden Fall später aufgreifen müssen.“

Hochbehälter Tawern-Fellerich Ebenfalls einstimmig beschlossen wurden die Investitionsprogramme 2018-2022 für die VG-Werke. Der neue Hochbehälter Tawern-Fellerich ist noch im Plan für den Bereich „Wasserversorgung“ enthalten, aber fertiggestellt. Als eines der größten Projekte der vergangenen Jahre erscheint er für die Jahre vor 2018 mit 1,19 Millionen Euro in der Liste und weist für 2018 einen Restbetrag von 50 000 Euro aus. Rechnet man den Abbruch der alten Anlage hinzu, ergibt sich eine Gesamtinvestition von 1 306 000 Euro. Über 10 Millionen Euro müssen die Werke 2018 bis 2022 in Erneuerung, Sanierung oder Ausbau ihres Trinkwassernetzes quer durch die VG und die Stadt Konz investieren. Die Gesamtinvestitionen „Trinkwasser“ betragen von 2018 bis 2022 über 12,5 Millionen Euro.  Investitionsschwerpunkte im Abwasserbereich sind bis 2022 die Stadt Konz/Zentralbereich mit 2,72 Millionen Euro, Konzer Tälchen mit 2,53 Millionen Euro und Nittel mit 1,03 Millionen Euro. Die Gesamtinvestitionen 2018 bis 2022 belaufen sich auf rund 19,64 Millionen Euro.

Investitionen ins Schwimmbad Im Bereich „Schwimmbad“ sind für die Baumaßnahmen vor 2018 rund 8,48 Millionen Euro investiert worden. In den kommenden Jahren wird sich die Investitionstätigkeit auf jeweils rund 400 000 Euro beschränken.  

 Ralf Zorn ist der neue Leiter der Verbandsgemeindewerke Konz.

Ralf Zorn ist der neue Leiter der Verbandsgemeindewerke Konz.

Foto: h_ko <h_ko@volksfreund.de>

Der Bereich „Energie“ umfasst Photovoltaikanlagen, Windkraft (Bau oder Beteiligung) und Fernwärme. Die geplanten Investitionen 2018 bis 2022 betragen insgesamt 879 000 Euro.

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