1200 Botschaften im Schuhkarton

Konz · Rund 1200 Weihnachtspäckchen, mehr als je zuvor, hat die für den Großraum Konz zuständige Sammelstelle der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" verschickt, mit einer zwar unausgesprochenen, aber deutlichen Botschaft.

Konz. Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft tragen auch andere Bezeichnungen: Sie manifestieren sich in Organisationsnamen wie "Weihnachten im Schuhkarton" oder "Geschenke der Hoffnung". Hinter "Weihnachten im Schuhkarton" steht der Berliner Verein "Geschenke der Hoffnung", ein nach eigenen Angaben christliches Missions- und Hilfswerk mit internationalem Profil (der TV berichtete).
Magdalene Röhlich hat einige Jahre lang in der Trierer Sammelstelle des Vereins gearbeitet, ehe sie sich entschloss, an ihrem Wohnsitz (Konz-Roscheid) die Sammel- und Organisationsarbeit fortzusetzen.
Der Inhalt der buntbemalten oder beklebten Kartons wird sorgfältig ausgesucht: Er muss den Einfuhr- und Zollbestimmungen von zwölf unterschiedlichen Ländern genügen. Zweckmäßiges wird eingepackt: beispielsweise Schulmaterial, neue Kleidung, Kuscheltiere und Süßigkeiten. Gummibärchen sind ausgeschlossen, wegen ihrer tierischen Bestandteile würden sie an den Grenzen muslimischer Länder beanstandet.
Magdalene Röhlich ist glücklich über die reichlichen Spenden. Besonders lobt sie Bewohnerinnen des Konzer Seniorenhauses Zur Buche. Unerwartet waren die 380 Kindermützen, die eine der Damen gestrickt hatte. Die Motive der Spender sind vielfältig, gelegentlich von Dankbarkeit geprägt. Magdalene Röhlich berichtet: "Eine der Damen hat mir berichtet, wir - die Deutschen - hätten nach dem Zweiten Weltkrieg aus den USA Care-Pakete bekommen. Ihre Spenden für die Bedürftigen in aller Welt seien ein kleines Dankeschön."
Die knapp 1200 Päckchen aus der hiesigen Region sind bereits auf dem Weg zu Bedürftigen in Moldawien. kdj

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