12000 Besucher beim Goldenen Oktober in Saarburg

Goldener Oktober : Saarburger genießen sonnigen Herbst

Der Goldene Oktober des Gewerbeverbandes zieht laut den Veranstaltern 12 000 Besucher in die sonnige Einkaufsstadt. Standbetreiber und Kunden sind sehr zufrieden, und doch deutet schon einiges auf kältere Tage hin.

Am frühen Morgen, als die Marktstände aufgebaut werden, liegt noch eine feuchte Kühle über der Stadt. Doch die ersten Sonnenstrahlen lassen es sofort erahnen: Dieser Goldene Oktober des Saarburger Gewerbeverbandes (SGV) wird seinem Namen alle Ehre machen. 60 Standbetreiber, alle Geschäfte und die Gastronomie in der Innenstadt, Musik und zahlreiche Gaumenfreuden lassen keine Wünsche der zahlreichen Besucher offen.

Einer der Aussteller beim Markt ist Patrick Hillebrand aus Kinderbeuren. Die ersten Besucher möchte er mit seinen Hühnern und Kürbissen anlocken. Er findet: „Ich bin jedes Jahr dabei. Und am Eingang beim Kreisel ist der ideale Standort.“ Die schweren Feldfrüchte müssten dann nicht so weit geschleppt werden. Der stellvertretende SGV-Vorsitzende Thomas Annen zeigt sich sehr zufrieden am Sonntag. Er sagt: „Der Bauern- und Kunsthandwerkermarkt läuft auch vom Wetter wie geplant.“ Standbetreiberin Anja Morgenthal aus dem saarländischen St. Ingbert bietet Wachsfiguren und selbst gezogene Kräuter an. Sie ist zum ersten Mal in Saarburg dabei. Und das kam so: „Eigentlich wollte ich nur im Internet schauen, wie das Wetter wird.“ Aber unter dem Stichwort Goldener Oktober kam noch vor dem Wetter dieser Markt in Saarburg.

Musikalische Untermalung kommt von Achim Weinzen und Wolfgang Prinz. Die beiden erfahrenen Musiker lassen ein halbes Jahrhundert Rock- und Popgeschichte erklingen. Das lässt die Düfte der Essensstände noch intensiver erleben. Edle Tropfen und feine Speisen, eben nicht Alltägliches, warten auf die Besucher. Der Andrang wird im Lauf des Tages immer größer. Am Schluss schätzen die Veranstalter, dass es rund 12 000 Besucher sind.

Ein kleines Jubiläum feiert der Solinger Scherenschleifer Heinz-Peter Wandel. „Ich bin diesmal zum zehnten Mal in Saarburg“, sagt er im Gespräch mit dem TV. Er schleife die Messer und Scheren noch so, wie er es in der Scherenschleiferstadt Solingen gelernt habe. Seine Firma bestehe seit 134 Jahren.

Vom Käse über Kürbisse bis zu Scherenschleifern: Die rund 60 Händler haben eine riesige Auswahl zu bieten. Foto: TV/HERBERT THORMEYER

Hell leuchtet der frische Federweißer in den Gläsern von Irmgard und Herbert Tschepe, die gemeinsam mit Hans Müller zu Fuß von Irsch nach Saarburg zu diesem Markt gewandert sind. „Das Wetter, die Stände, die Vielfalt, alles ist hier Leben und Genuss“, schwärmt Irmgard Tschepe und lobt die hervorragende Organisation. Auffallend ist jedoch: Manche Angebote passen nicht zum Wetter. Irgendwie wirft Weihnachten schon jetzt seine Schatten voraus. Aber dieses Fest kommt ja sowieso immer zu plötzlich. Gut beraten ist, wer auf dem Bauern- und Kunsthandwerkermarkt schon mal mit dem Geschenkekauf begonnen hat.

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