Kirche: 1248 frisch gereinigte Pfeifen erklingen beim Orgelkonzert in Tawern

Kirche : 1248 frisch gereinigte Pfeifen erklingen beim Orgelkonzert in Tawern

Nach einer zwölfmonatigen Renovierung wird am Sonntag bei einem Konzert gezeigt, wie die Orgel in der Pfarrkirche St. Peter und Paul .

Thomas Koltes, Organist der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul in Tawern, strahlt und sagt: „Endlich ist es soweit, wir sind voller Vorfreude.“ Er erinnert sich, wie alles begonnen hat: „Vor ein­einhalb Jahren hat es damit angefangen, dass die Orgel immer mehr Tonausfälle hatte. Die zuständigen Gremien haben dann entschieden, das Instrument restaurieren zu lassen.“ Nach einer zwölfmonatigen Renovierungszeit erstrahlt die Orgel in der Kirche in einem neuen Glanz. Zunächst waren nur vier Monate vorgesehen, am Ende war es ein Jahr. Koltes: „Nachdem wir die dunkelsten Ecken in der Orgel geöffnet hatten, kamen immer mehr Schäden zum Vorschein.“

Was wurde gemacht? 1248 Pfeifen wurden gereinigt und gestimmt sowie kaputte Pfeifen repariert. Die Tonsteuerung wurde ausgetauscht. Der Magazinbalg abgedichtet, Schimmel und Ruß entfernt. Die pneumatische Kegellade wurde reguliert, die Luftansaugung verbessert und Manualtasten sowie Registersteuerung erneuert. Schließlich wurde auch das Gehäuse des Spieltisches farblich neugestaltet.

Nach allen Arbeiten wurde die Orgel neu gestimmt. Wer die Kirche in Tawern betrat, hörte lange gedrückte Pfeifentöne. „Wir sind gerade bei der Trompete 8´ dran. Ein typisches Zungen-Register, das fast in jeder Orgel drin ist und dem Ganzen mehr Fülle gibt“ erklärt Thomas Koltes. In der Orgel kniet Christian Kleinbusch vom Orgelbau Fasen aus Oberbettingen und stimmt die einzelnen Pfeifen mit Stimmeisen und Stimmhorn. Damit wird der Ton höher oder tiefer, so dass alle Pfeifen von jedem Register auf einem Ton auf gleicher Höhe sind.

Orgel in Tawern restauriert

1929 wurde die Orgel gebaut, in den 1960er Jahren umgebaut. Sie bekam einen glanzvolleren Klang, was heute auch bei der Renovierung beibehalten wurde. 90 Prozent der Pfeifen sind weiterhin original aus dem Jahr 1929.

Koltes berichtete in der Woche vor dem ersten Konzert: „Derzeit komme ich fast jeden Tag nach meinem Feierabend in die Kirche, um bei den letzten Arbeiten dabei zu sein.“  Dabei verbringt er viele Stunden ehrenamtlich an der Orgel. Ohne die vielen Spenden hätte das Vorhaben nicht vollendet werden können. Zunächst waren 60 000 Euro vorgesehen, am Ende wurden es dann doch 90 000 Euro. „Neben den vielen Spendern, denen wir herzlich danken, sei zu erwähnen, dass unsere Frauengemeinschaft Tawern 10 000 Euro und der Theaterverein Tawern 2500 Euro gespendet haben“ sagt Thomas Koltes erfreut.

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