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13-Jährige beschmieren denkmalgeschützte Kapelle in Konz mit Parolen​

Graffiti : „So eine Sauerei“: 13-Jährige beschmieren denkmalgeschützte Kapelle in Konz

Der Ärger über die Beschädigung eines kleinen Gotteshauses zwischen Konz und Niedermennig durch Schmierereien war groß. Doch die Verursacher waren schnell gefunden, der Schaden schnell behoben.

„So eine Sauerei!“, schreibt ein Facebook-Nutzer unter ein Foto, das er am Mittwoch in einer Konzer Gruppe veröffentlicht hat. Darauf zu sehen: Die kleine Kapelle im Konzer Jeuchen, dem Tal zwischen dem Schulzentrum und dem Stadtteil Niedermennig. Vor Ort stellt sich heraus, dass das Gebäude an drei Seiten mit teils wirren Parolen beschmiert ist, die sich gegen AFD, CDU und Nationalsozialismus richten. Andere Facebook-Nutzer verfluchen die Jugend von heute und wünschen den Verursachern daraufhin, dass ihnen die Finger abfallen mögen.

Das ist nicht passiert. Aber laut einer Polizeimeldung haben aufmerksame Zeugen die Sachbeschädigung schon am Dienstag, 16.20 Uhr gemeldet – lange vor dem Post. Die Kapelle sei an drei Seiten und an der Eingangstür schwer mit Graffiti beschädigt worden, erläutert die Polizei. Die Zeugen hätten noch beobachtet, wie sich die Verursacher entfernt hätten.

Kapelle in Konz steht unter Denkmalschutz

Die Polizei habe deshalb unmittelbar die Fahndung eingeleitet und die Verantwortlichen ermittelt. Die Beamten haben sie laut eigenen Angaben im näheren Bereich des Tatorts aufgegriffen und zur Polizeiwache in Konz gebracht.

„Es handelt sich um zwei 13-jährige Jungen aus dem Bereich Konz“, erläutert die Polizei in der Pressemeldung. „Die beiden Kinder wurden im Anschluss an die Erziehungsberechtigten übergeben.“ Die Polizei bedankt sich bei den aufmerksamen Zeugen für die Unterstützung.

Die beschädigte Kapelle wurde 1910 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Eigentümer des Gebäudes ist die Stadt Konz. Und diese hat auch schon am Dienstagnachmittag einen Mitarbeiter zu dem Denkmal geschickt, um die Schmierereien zu überstreichen und so Nachahmungstaten zu verhindern.

Das ist jedoch nicht alles. Laut Angaben der Stadt muss wohl das gesamte Gebäude unter Berücksichtigung der Denkmalpflege neu gestrichen werden. Eine erste Schätzung ergebe, dass er Schaden vermutlich bei mehreren Tausend Euro liege.