13 Kilometer durch den Saargau

Fisch/ Mannebach/ Merzkirchen · Die enge Zusammenarbeit von Fisch, Mannebach und Merzkirchen soll ab Herbst ein neuer Wanderweg zwischen den drei Dörfern symbolisieren. Die Route wird allerdings kein Premiumweg. Auch ungeübte Wanderer, Einheimische wie Touristen, sollen auf der 13 Kilometer langen Strecke ein schönes Stück Heimat auf dem Saargau erleben.

Fisch/ Mannebach/ Merzkirchen. Es soll ein Weg für jedermann werden. Mit 13 Kilometern Länge und einem Höhenunterschied von gerade einmal 150 Metern stellt der von den Ortsgemeinden Fisch, Mannebach und Merzkirchen geplante Drei-Dörfer-Weg keine hohen Anforderungen an Wanderer.
Gut ausgebaute Trasse


Bis zum Herbst soll die neue Trasse, die sehr familienfreundlich und kinderwagentauglich sein wird, ausgeschildert sein. "Das kann kein Premiumweg werden, denn dafür gibt es viel zu viel Asphalt und zu stark ausgebaute Abschnitte", erläutert die Geschäftsführerin der Saar-Obermosel-Touristik, Stefanie Koch. Sie hat das Projekt des Drei-Dörfer-Wegs gern unterstützt. Die Route sei als ergänzendes Angebot zu den bereits existierenden Wegen zu verstehen und werde deshalb in künftigen Wanderkarten zu finden sein.
Die Idee zur neuen Route hatte Günter Hunsicker, der auch schon den Dorfpark "Lebensfluss" in Fisch initiierte. Gemeinsam mit Werner Weber, der die Nordic Walker in Mannebach betreut, wurde eine vorläufige Trasse für den Drei-Dörfer-Weg festgelegt (siehe Grafik). "Mit dem Weg soll sich die Verbundenheit der drei Orte manifestieren", erklärt Hunsicker sein Konzept.
"Fisch und Mannebach waren vor 200 Jahren noch eine gemeinsame Pfarrei", beschreibt der Ortsbürgermeister von Fisch, Dieter Schmitt, einen historischen Zusammenhang zwischen den Orten. Durch mehr Gemeinsamkeit könne die Zukunft beider Ortsgemeinden besser gesichert werden, sagt er. Dem stimmt auch Mannebachs Ortschef Bernd Gard zu. Er setzt sich vehement dafür ein, dass die Dörfer attraktiver werden. "Wenn nichts getan wird, werden unsere Dörfer erst vergreisen, dann aussterben", warnt Gard. Martin Lutz, Ortsbürgermeister in Merzkirchen, fügt hinzu: "Nicht nur geografisch passen die drei Dörfer gut zusammen, sondern auch durch die Zusammenarbeit der Vereine und sogar enge verwandtschaftliche Bindungen der Bewohner."
Die Umsetzung der Wanderwegspläne verursacht nur geringe Kosten, sagen die Ortschefs. "Die Wege sind ja vorhanden und müssen sowieso gepflegt werden", erklärt Lutz. Die Kosten für eine Beschilderung, die gemeinsam mit der Saar-Obermosel-Touristik entwickelt wird, schätzen die Ortsbürgermeister auf höchstens 2000 Euro. Jede Ortsgemeinde trägt davon nur ein Viertel.
Dafür soll den künftigen Nutzern viel geboten werden: Wälder, Streuobstwiesen, Einkehrmöglichkeiten - und mit dem 436 Meter hohen Hostenturm ein eindrucksvoller Panoramablick. Bei klarem Wetter können Wanderer von dort bis nach Trier schauen.
Touristikfachfrau Stefanie Koch hat nur noch einen Wunsch: "Weitere Übernachtungsmöglichkeiten mit Ferienwohnungen oder Fremdenzimmern wären gut."

Extra

Der Drei-Dörfer-Weg bietet seinen Benutzern eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke: Brauhaus Mannebach, Wegekreuze, Pfarrkirche Litdorf- Rehlingen, Jakobushaus Fisch mit Viezkelterstation, Heimat- und Zunftbaum, Festgemeinschaftsbrunnen, Dorfpark mit Lebensfluss, Panoramablick vom Hostenturm (436 Meter), der Albach, Wald und Streuobstwiesen, Einkehrmöglichkeiten und regionale Viezvermarkter. doth

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