1375 Kilometer für den guten Zweck

1375 Kilometer für den guten Zweck

Die Kreidler-Veteranen Fusenich waren auf Benefiz-Tour. Jetzt haben sie das Spendengeld übergeben.

Nach ihrer Ankunft in Lloret de Mar genießen die Kreidler-Veteranen Fusenich den Blick aufs Mittelmeer. Ein Video zur Benefizfahrt finden Interessierte im Internet unter www.volksfreund.de/videosFoto: Kreidler-Veteranen Fusenich. Foto: (h_st )

TRIER/Trierweiler-Fusenich Es knattert und lärmt gewaltig in der Gneisenaustraße in Trier-West. Die Anwohner schauen dem ungewohnten Schauspiel der Kolonne aus sechs lauten Floretts der Marke Kreidler verwundert hinterher. Vor dem Jugendwerk Don Bosco halten die schon beinahe antik anmutenden Mopeds und scharen sofort eine junge Fangemeinde um sich und ihre Fahrer, die Kreidler-Veteranen Fusenich.
Doch die Gruppe kommt nicht nur, um den Kindern und Jugendlichen ihre Mopeds zu zeigen. Sie haben Geld im Gepäck, und zwar die Spenden, die durch ihre Benefizfahrt ins spanische Lloret de Mar wortwörtlich eingefahren werden konnten. Wie der TV berichtete, startete die Fahrt am 12. August im regnerischen Trier und endete am 20. August unter der Sonne Spaniens. 7500 Euro sind währenddessen durch Spenden von Privatpersonen und Geschäften gesammelt worden.
Jetzt konnte die Summe offiziell an Pfarrer Aloys Hülskamp übergeben werden. Dieser zeigte sich gerührt von so viel Unterstützung für seine Arbeit: "Danke an alle, die gefahren sind und die gespendet haben. Wir werden das Geld in unsere laufenden Aktionen investieren, wie zum Beispiel unseren offenen Bereich oder das Don-Bosco-Mobil. Aber auch Ferienfreizeiten können wir damit finanzieren." Kreidler-Veteran Harry Feider zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Fahrt: "Wir sind etwas überrascht von der Höhe des Geldbetrags, denn wir wussten nicht, wie viel es letztendlich sein würde. Aber jeder Euro zählt."
Das Jugendwerk Don Bosco liegt den Mopedfahrern sehr am Herzen. Bis zu 100 Kinder werden hier nach Aussage des Pfarrers täglich erreicht: Sie werden dort beschäftigt und erhalten ein warmes Mittagessen. Lukas Schwebebach begründet die zielgerichtete Spende so: "Das Geld kommt aus Trier und bleibt auch in Trier. Bei Don Bosco wissen wir, dass es hier ankommt und auch hier bleibt."
Insgesamt 1375 Kilometer legte die Männergruppe mit den zwischen 1962 und 1979 erbauten Maschinen in acht Tagen zurück, ohne auch nur einen einzigen Platten oder gar einen Motorschaden. Nur das Navi machte zwischendurch schlapp und bescherte ihnen einen gewaltigen Umweg. Zwischen 150 und 300 Kilometer sind sie täglich gefahren, immer abhängig vom Streckenprofil. Ähnlich wie jetzt in Trier-West erregten sie auch in Frankreich und Spanien einige Aufmerksamkeit, insbesondere am Strand. Für 2018 sei zwar keine neue Fahrt geplant, aber für das Jahr 2019 könnten sie sich eine neue Herausforderung vorstellen. Lukas Schwebebach gibt augenzwinkernd zu: "Der Hintern muss sich erstmal erholen!"

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