1490 Kilometer nonstop im Wasser

Tag und Nacht im Wasser - das war die Herausforderung bei der 13. Auflage des 24-Stunden-Schwimmens der DLRG Saarburg. Nachts war Flutlicht aufgebaut. Für die Sportler war es teilweise ein seltsames Gefühl. Sie kamen kaum zum Schlafen, schon mussten sie wieder ins Wasser.

Saarburg. Elf Teams zu je zehn Schwimmsportlern und acht Einzelschwimmer haben beim 24-Stunden-Schwimmen der DLRG Saarburg einen neuen Rekord aufgestellt: 1490 Kilometer kamen zusammen.
"Fünf bis sechs Stunden war jeder Teilnehmer im Wasser" rechnet die Vorsitzende Anne Schaaf vor. Nach drei Stunden wurde jedem eine Pause von mindestens 30 Minuten verordnet. Zwischenfälle gab es keine. "Höchstens einen kleinen Sonnenbrand", sagt Schaaf. 30 Helfer waren im Einsatz.
Mit 24 Kilometern war der 16-jährige Jannik Lorth aus Saarburg dabei. "Nachts wird die Luft kälter. Da wird man langsamer", sagt der Schwimmsportler, der im Oktober an der Deutschen Rettungsschwimmmeisterschaft in Würzburg für Saarburg teilnehmen wird. Eine der jüngsten Teilnehmerinnen ist Magdalena Speck. Die 13-Jährige aus Saarburg war zusammengerechnet fünf Stunden im Wasser und schwamm zwölf Kilometer. Sie verrät: "Nachts verschwimmt die Umgebung." Sie ist eine von 200 DLRG-Mitgliedern in Saarburg, 120 davon sind unter 18 Jahre alt.
Bei den Frauen gab es eine Überraschung: Elisabeth Brausch aus dem saarländischen Illingen schaffte erstmals in Saarburg die Marathon-Distanz von 42,2 Kilometern. 25 Kilometer legte Judith Mertesdorf aus Konz im Wasser zurück. Das nasse Element verließ Marie Moersch aus Konz nach 11,5 Kilometern.
Bei den Männern schaffte Wolfgang Scherer aus dem saarländischen Dudweiler mit 32,2 Kilometern die längste Distanz, gefolgt von Tobias Müller, dem gebürtigen Konzer aus Hamburg, mit 11,5 Kilometern.
Die DLRG Jünkerath/Saarburg schaffte 220,5 Kilometer, gefolgt von DLRG-Siersburg I mit 185,8 und DLRG-Echternacherbrück-Irrel mit 151,2 Kilometern. doth
Extra

Parallel zum 24-Stunden-Schwimmen wurde ein Rettungsschwimmer-Kurs beendet, den Sascha Kramp geleitet hat. Jetzt hat die DLRG Saarburg acht Mitglieder mehr, die Menschenleben vor dem nassen Tod retten können. 30 Rettungsschwimmer unterstützen das Schwimmbadpersonal an den Ferienwochenenden mit Diensten, um Notfälle zu vermeiden. doth