150 000 Euro Schaden bei Wohnhausbrand in Mandern

Schadenursache noch nicht geklärt : 150.000 Euro Schaden bei Großfeuer in Mandern

50 Wehrleute löschen Feuer in leerstehendem Manderner Wohnhaus. Die Ursache für den Brand ist noch unbekannt.

Es war gegen 3.10 Uhr in der Nacht zum Sonntag, als ein von einer privaten Feier nach Hause kommender Bewohner der Zerfer Straße das Unheil bemerkte: Aus dem Dach des Nachbarhauses stieg starker Rauch auf. Und durch die Fenster war lodernder Flammenschein zu erkennen.

Kurze Zeit später heulten in vielen Hochwaldgemeinden die Sirenen. Der zuerst eintreffende Wehrleiter, der ebenfalls in der Zerfer Straße wohnt, konnte die gemeldete Lage bestätigen. „Wir haben vor Ort gleich die Türe aufgebrochen und sind unter schwerem Atemschutz in das Haus, um das Feuer zu löschen“, berichtet Einsatzleiter Thorsten Marx.

Ersten Ermittlungen zufolge war  das Feuer im ersten Obergeschoss ausgebrochen. Von dort breitete es sich über das Treppenhaus zum Dachstuhl aus. Herabfallende brennende Teile setzten schließlich auch das Erdgeschoss in Brand.

„Wir haben mit mehreren Atemschutztrupps das Feuer im Innenangriff bekämpft“, so Marx. Im Verlauf der Löscharbeiten bahnten sich Flammen im Dachstuhl den Weg nach außen. Hier konnte das Feuer schnell im Außenangriff gelöscht werden.

Weiterhin kam eine Drehleiter zum Einsatz. Feuerwehrkräfte öffneten das Dach, um letzte Flammen und Glutnester ablöschen zu können. Der starke Rauch breitete sich auch auf ein angrenzendes Wohnhaus im Dachbereich aus. Die Bewohner mussten vorübergehend ihr Haus verlassen. Verletzt wurde niemand.

Schwierigkeiten bereitete den Einsatzkräften die Temperaturen von minus zwei Grad. Das Löschwasser gefror schnell auf der Straße und den Gehwegen und bildete eine gefährliche Eisschicht. Hier mussten die Einsatzkräfte fortlaufend mit Streusalz die Wege freihalten.

Das Haus, in dem es gebrannt hat, hat erst kürzlich den Besitzer gewechselt und wird renoviert. Die neuen Bewohner haben es aber noch nicht bezogen.

„Die Feuerwehr hat gemeinsam mit der Polizei bei einer ersten Begehung den Schaden auf mehr als 150 000 Euro geschätzt. Brandursache war vermutlich ein technischer Defekt“ erklärt Thorsten Marx, weist aber darauf hin, dass die Brandermittler der Kripo Trier ihre Arbeit erst aufgenommen haben. Martin Alten, der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde (VG) Saarburg-Kell, machte sich ein Bild von der Lage vor Ort. Während des Einsatzes war die Zerfer Straße für den Verkehr voll gesperrt.

Im Einsatz waren die Feuerwehr-Einsatzzentrale, Führungsstaffel und Wehrleiter der VG Saarburg-Kell; zudem mit insgesamt rund 50 Mann die Feuerwehren aus Mandern, Waldweiler, Schillingen, Heddert, Zerf, Kell am See, Reinsfeld und Hermeskeil sowie das DRK Zerf, die Polizei Hermeskeil und die Kriminalpolizei Trier.

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