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170 000 Euro für Spiel und Spaß

170 000 Euro für Spiel und Spaß

Rund um das Nitteler Bürgerhaus gibt es nur eine große Wiese und einen schlichten Bolzplatz. Das soll sich nach dem Willen des Ortsgemeinderats ändern. In diesem Umfeld wird ein Areal entstehen, das allen Generationen, Einheimischen wie Touristen, Freude bereiten soll. Investiert werden 170 000 Euro.

Nittel. Der neue Nitteler Ortschef Peter Leo Hein (CDU) und der Ortsgemeinderat haben direkt zu Beginn ihrer Amtszeit eine große Aufgabe vor sich: die Gestaltung eines neuen Kommunikationsplatzes. Der Landwirtschafts- und Winzermeister will gemeinsam mit Planer Egbert Sonntag aus Riol und dem Ausschuss für Kultur und Tourismus dem Entwurf der Grundschüler des Ortes möglichst nahekommen.
"Es geht jedoch um alle Generationen", darauf weist Hein aus einem besonderen Grund hin, denn: "Sonst gibt es keine Zuschüsse aus dem Leaderprogramm der Europäischen Union." 170 000 Euro sollen im Umfeld des Bürgerhauses in der Wiesenstraße verbaut werden.
Dort steht bislang nur ein Basketballkorb am Rande des Parkplatzes, und auf der Wiese ist ein einfacher Bolzplatz mit zwei Toren zu finden. Bis Mai 2015 soll hier ein echtes Spaß- und Kommunikationsareal für Jung und Alt mit barrierefreier Zufahrt entstehen. Grillplatz, Bouleanlage, Tischtennisplatte und Kickerspiel, Nestschaukel und eine Slackline - eine Art Spanngurt zum Balancieren - fürs bessere Gleichgewicht.
Das Angebot für Sport und Spaß wird groß sein. Damit dieser Platz realisiert werden kann, hat der Gemeinderat bei der Planung des benachbarten Neubaugebiets Wiesengraben auf einen Kinderspielplatz verzichtet. "Die Eigentümergemeinschaft, der auch die Ortsgemeinde angehört, überträgt 50 000 Euro in die neue, größere Anlage", erklärt Hein den finanziellen Grundstock.
Von der Europäischen Union erwartet der Ortschef maximal 48 850 Euro. Die Stiftung Zukunft des Landkreises Trier-Saarburg steuert 6000 Euro bei. Im Nitteler Haushalt stehen 30 000 Euro bereit. "Der Rest wird durch einen Nachtragshaushalt finanziert", ergänzt Hein.
Die Zeit drängt, denn erst muss noch der Bebauungsplan Nittels geändert werden. Dort ist an dieser Stelle noch eine Festwiese eingezeichnet. Damit Geld aus Brüssel kommt, muss der neue Platz bis zum 30. Juni 2015 fertig abgerechnet sein. "Sonst fallen die Zuschüsse der EU weg", erklärt Hein. Und deshalb müsse unbedingt im Herbst mit dem Bau der multifunktionalen Spielwiese begonnen werden.
Genügend Nutzer gibt es in dem 2300-Einwohner-Dorf, in dem allein 120 Kinder die Kita besuchen. "Mit diesem Platz werden wir aber auch als Ferienort attraktiver", meint Hein. Der Touristenort lebe zum großen Teil von Menschen, die nach Nittel kämen, um sich vom Alltag zu erholen. Hein: "Was hilft da mehr als Spaß und Freude?" doth