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175 Jahre und kein bisschen leise

175 Jahre und kein bisschen leise

Großherzogliche Militärmusik Luxemburg spielt im Jubiläumsjahr in Wincheringen.

Wincheringen Karl Donkel, der Vorsitzende der noch jungen Initiative für Heimat und Kultur in Wincheringen, die das Konzert mitorganisiert hat, freut sich über den großen Zuspruch. "Wir mussten sogar noch Stühle dazustellen", verrät er. Alle Plätze in der Turnhalle der Grundschule sind also besetzt, als die Musiker der Musique Militaire Grand-Ducale de Luxembourg auf die Bühne marschieren.
In diesem Jahr feiert die Militärmusik in Luxemburg 175. Geburtstag. Gegründet wurde die Kapelle am 29. Februar 1842 mit der Einstellung des ersten Militär-Kapellmeisters Franz Ferdinand Höbich in Echternach. Heute gehören 60 professionelle Musiker zum Orchester. Sie spielen auf Platzkonzerten, gestalten Galakonzerte im In- und Ausland und treten bei Rundfunk- und Fernsehübertragungen auf.
In Wincheringen standen unter dem Motto "lichtgeweckt - ein Konzert im Frühling" neben dem eigens komponierten Marche "175 Joer Militärmusek" unter anderem ein Medley mit den Hits von Udo Jürgens und die Filmmusik zu "Fluch der Karibik" auf dem Programm. Drei Solisten, die alle in Wincheringen leben, unterstützen die Musiker. Adam Rixer (Trompete), Christopher Hastings (Xylofon) und Anne Lelong (Bariton-Saxophon), die selbst Mitglied in der Kapelle ist.
Der Kontakt kam über den Musiker Roman Zaremba zustande. Er ist nicht nur zweiter Vorsitzender der Initiative in Wincheringen, sondern auch Professor am Conservatoire de Musique de la Ville de Luxembourg. Durch seine Tätigkeit in mehreren Orchestern dort kennt er auch den Chef-Dirigenten der Militärmusik, Major Jean-Claude Braun.
Das Publikum in Wincheringen ist begeistert und spendet viel Applaus. Sebastian Scherer, der mit seinen Kindern das Konzert besucht hat, ist überrascht von der Vielfalt der Musik. Ihm hat "Fluch der Karibik" besonders gefallen. "Ich bin auch stolz, dass mehrere dieser Musiker bei uns im Dorf wohnen." Auch Mitorganisator Karl Donkel schwärmt: "Ein musikalischer Hochgenuss. Und es war ein tolles Publikum."