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200 Schüler singen und spielen groß auf

200 Schüler singen und spielen groß auf

Das fächerübergreifende Großprojekt von mehr als 200 Gymnasiasten zauberte Weihnachtsstimmung in die Pfarrkirche St. Laurentius. Der Baum stand diesmal thematisch in der Mitte des Konzertprogramms, das vor 300 Zuhörern Musik, Gesang und Kunstperformance vereinte.

Saarburg. Seit Oktober haben mehr als 200 Schüler des Saarburger Gymnasiums für einen besonderen Adventsabend in der Pfarrkirche St. Laurentius gepobt. Bei ihrem Konzert wollten sie den Zuhörern nicht nur Gesang und Musik bieten, sondern ein Erlebnis für alle Sinne.
"Deshalb beschäftigen wir uns fächerübergreifend mit dem Konzert. Also nicht nur in Musik, sondern auch in Bildender Kunst, Chemie, Religion und Deutsch", erklärt Musiklehrerin Erdmute Röder vom Organisationsteam. Das Thema des aktuellen Adventskonzerts gab der deutsche Dichter Hermann Hesse vor: "In den Wipfeln rauscht die Welt, ihre Wurzeln ruhen im Unendlichen."
Ein Baum als Symbol der Schöpfung stand angestrahlt in dem sonst sehr dunklen Kirchenschiff. Auf einer großen Leinwand wurden farbige Bilder von chemischen Reaktionen gezeigt. Vom Chemiekurs erarbeitet, unterlegten diese bildnerisch den Chorgesang. Ein weiteres Element im Gesamtkunstwerk war eine Aktion der Schüler, bei der diese mit Sonne, Mond und symbolischem Gießen einen Baum wachsen ließen. Nachdenkenswerte, selbst geschriebene Texte wurden von Schülern vorgetragen. Die Schulband setzte einen rockigen Akzent.
Für Gänsehaut sorgte Solistin Sina Philipps mit dem Titel "The Rose", den einst Bette Midler weltberühmt machte. Ein einfacher Text, eine einfache Melodie, deren Wirkung sich jedoch niemand entziehen kann. Der Applaus der rund 300 Zuhörer war an dieser Stelle besonders intensiv.
"Die gesamte Schulgemeinschaft, Eltern, Lehrer, Schüler und Angestellte, sind an diesem Projekt beteiligt", freute sich Schulleiter Rainer Kramer. Die vorweihnachtlichen Konzerte haben seit 15 Jahren Tradition am Gymnasium. Pastor Peter Leick begrüßte ausdrücklich diese moderne Form des Christseins der jungen Leute: "Das ist ein Stück Verkündigung mit Hilfe moderner Medien".
"Das gefällt mir gut. Da steckt bestimmt viel Arbeit drin", freute sich Zuhörerin Helene Weber (71) aus Beurig. Die dunkle Gestaltung passe gut zur Adventszeit. "Das ist gut gemacht", findet auch Alexander Jonas (54) aus Schoden. Es sei für die Kirche durchaus angemessen, dass die Jugend ihr Konzert in moderner Form gestaltet.
Das Konzert endete nicht, ohne dass für einen guten Zweck gesammelt wurde, nämlich für das Bolivien-Projekt des Bistums Trier. Dafür wurden selbst entworfene Grußkarten verkauft. Der Elternbeirat bot vor der Kirche Glühwein, Kinderpunsch und Würstchen an. Mitorganisatorin Elke Nonn machte Kassensturz: 812 Euro waren zusammengekommen.