2000 Zuschauer verfolgen das Rennen auf der Saar: Die Grünmützen holen sich beim Saarcup den Pokal

2000 Zuschauer verfolgen das Rennen auf der Saar: Die Grünmützen holen sich beim Saarcup den Pokal

In einem packenden Finallauf beim Drachenbootrennen am Saarufer hat sich das Team MS Lyoda knapp gegen die Mannschaft der KG Hau-Ruck durchgesetzt. Die Mannschaft mit den grünen Mützen hat den Saarcup zum dritten Mal gewonnen.

Als die Drachenbootmannschaften der Teams MS Lyoda und KG Hau-Ruck nach 500 Metern Kampf im Ziel einlaufen, ist erst mal nicht klar, wer das packende Finale gewonnen hat. Die Wettkampfrichter müssen erst den Zielfilm und das Zielfoto auswerten, bevor sie den Sieger verkünden.

Doch dann ist der Jubel im Boot von Steffi Höfner umso größer. Zum dritten Mal gewinnt die Freizeitmannschaft aus der Saarburger Oberstadt den Saarcup. "Damit gehört der Wanderpokal jetzt uns, den kann uns niemand mehr nehmen", jubelt die Kapitänin des Siegerboots bei der Pokalübergabe. Aber auch das Team der Karnevalsgesellschaft Hau-Ruck feiert. Zwar hat es für die 17-köpfige Crew um Johannes Fischer wieder nicht zum Sieg gereicht, aber so dicht wie in diesem Jahr war sie einem Sieg schon lange nicht mehr. Johannes Kölling, Präsident der Karnevalsgesellschaft, nimmt es trotz der "schmerzhaften Niederlage" sportlich. "Wir greifen 2017 wieder an", sagt er im Anschluss an das Rennen.

Ob das Team MS Lyoda mit dem Starwars-Maskottchen Yoda und dem L von Lyoner dann wieder an den Start geht, ist offen. "Den Pokal haben wir zum dritten Mal gewonnen. Den geben wir nicht wieder her", sagt Höfner. Aber wer die drahtige Wassersportlerin kennt, weiß, dass sie ihr Team in einem Jahr wieder zum Saarcup anmelden wird. "Denn wer will uns besiegen, solange wie die Macht in unserem Boot mitpaddelt", erklärt sie in Anspielung auf Yodas Rolle im Boot bei der Pokalübergabe.

Froh am Ende nicht die rote Laterne erobert zu haben, ist Elisabeth Heimes. Sie ist mit den Rheinpiraten aus Köln zum Rennen gekommen. Trotz kölscher Karnevalshits auf den Lippen hat es nur zum vorletzten Platz gereicht. Heimes strahlt: "Wir sind nicht Letzte. Darauf sind wir stolz. Und wir haben die Zuschauer am Ufer mit unseren Liedern erobert, das ist doch das Wichtigste." Veranstalter Christof Kramp von Station K ist zufrieden: "Mit dem Konzert am Samstagabend sind an den beiden Tagen rund 2000 Zuschauer zum Saarcup gekommen. Vielleicht könnten wir noch mehr anlocken, wenn auch Teams der Verwaltung und der Feuerwehr mitmachen würden. Aber das klappt ja dann vielleicht im nächsten Jahr."

Die Platzierungen: 1. Platz: MS Lyoda; 2. Platz: KG Hau-Ruck; 3. Platz: Leucker Drachen (alle Saarburg); 4. Platz: Die Bettsäscher, Perl-Besch; 5. Platz: Die Rheinpiraten Köln; 6. Platz: Draco Treverorum, Trier.