2011 Kilometer für guten Zweck

SCHILLINGEN. (teu) 143 Kinder und Jugendliche traten beim Volkslauf von Spiridon Hochwald nervös von einem Fuß auf den anderen, bis endlich der Startschuss fiel. Die Grundschule Schillingen gewann den erstmals ausgeschriebenen Wanderpokal.

Aufgeregt? Julian kann gar nichts mehr sagen. Der Achtjährige nickt nur mit dem Kopf. Was wird ihn gleich wohl erwarten? Jedenfalls nichts, wovor sich Julian und die übrigen 142 kleinen Läufer beim Volkslauf von Spiridon Hochwald in Schillingen fürchten müssen. Die Organisatoren tun einiges, um die Nervosität abzubauen. Wiltrud Engel macht mit den Dreikäsehochs eine Aufwärmgymnastik. Dabei werden die Gedanken abgelenkt. Trotzdem: Je kleiner desto doller stürmen die Nachwuchsläufer los, sobald der Startschuss gefallen ist. Es kommt zu Drängeleien. "Aber da habe ich mich rausgehalten", erklärt beispielsweise Svenja. Die Siebenjährige teilt sich ihre Kraft lieber gleichmäßig ein. Es kommt auf die Position im Ziel an. "Es war nicht so schwer", sagt Svenja. "Das schönste war, als wir umbiegen mussten", erklärt die junge Läuferin. Einfach "schön" fand auch Angelina das Rennen. "Berghoch war es am anstrengendsten", sagt die Siebenjährige aus Schillingen. "Wir haben dreimal trainiert", erklärt Angelina. Das zweite Mal dabei ist Lisa. Es sei leichter gewesen, als letztes Jahr, sagt sie. "Die Platzierung ist nicht so wichtig", sagt Lisa. Wohl aber der Wanderpokal, den Lisa und Angelina zusammen mit den übrigen 64 Teilnehmern der Grundschule Schillingen gewann. Auch drei Lehrer liefen als gutes Vorbild über zehn Kilometer mit. Noch mehr Bedeutung als Zeiten, Platzierungen und Pokale hatte in Schillingen der gute Zweck beim Schillinger Volkslauf. Pro gelaufenen Kilometer spendeten die Veranstalter zehn Cent an die Laufgruppe der Handicap-Sportler des Hofguts Serrig. "Schillingen war der erste Lauf, an dem wir mitgemachthaben", erklärt Betreuerin Ruth Seer, die wieder mit zehn geistig behinderten Läufern kam. 2011 Kilometer rannten die 414 Teilnehmer des Spiridon-Volkslaufs. "Wir stocken den Betrag auf 250 Euro auf", erklärte die Vorsitzende von Spiridon Hochwald, Birgit Heinen. Die Handicap-Sportler können das Geld gebrauchen. Sie bereiten sich auf die Olympischen Spiele der geistig Behinderten im Juni in Hamburg vor.