2100 Naturfreunde auf Schusters Rappen

2100 Naturfreunde auf Schusters Rappen

REINSFELD/KELL AM SEE. Der Auftakt der Wandersaison lockte mehr als 2100 Wanderfreunde in den Hochwald. Nach Reinsfeld hatte der Turn- und Sportverein eingeladen, hinzu kam die Anwanderung des Vereins "Erholungsgebiet Hochwald zwischen Mosel und Saar" im Osburger Hochwald.

Zufriedene Gesichter bei der Wanderabteilung des TuS Reinsfeld. 1800 Naturfreunde auch aus Luxemburg, Belgien, Frankreich und dem Saarland nahmen bei Kaiserwetter an der 23. und zweitägigen IVV-Wanderung rund um den Rösterkopf teil. Das Event im Hochwald erfreut sich nicht zuletzt wegen der herrlichen Wanderlandschaft des großen Zuspruchs. Rund 80 Helfer - unter ihnen die DRK-Ortsgruppe Reinsfeld - sorgten für einen reibungslosen Verlauf und gute Betreuung. 2000 traditionelle Klöße und elf Eimer Sauerkraut sowie Kasseler, Kuchen und belegte Brötchen wurden zu volkstümlichen Preisen im Start- und Ziel-Ort Kulturhalle angeboten. Stärkste Gruppe waren die Wanderfreunde Trier-Zewen mit 67 Teilnehmern. Einer der ältesten Wanderer mit der zudem weitesten Anreise war der 75-jährige Gustav Fiedeler, der mit seinem Wohnmobil tags zuvor aus Wolfenbüttel gekommen war. 25 französische Soldaten vom Jägerbataillon Saarburg-Beurig und 32 Amerikaner aus Spangdahlem mischten sich ebenfalls unters Wandervolk. Aus Landstuhl war Oberst Ralph Erikson mit seiner Familie zum erstenmal dabei. Die Wanderstiefel schnürten auch Landrats-Kandidatin Katarina Barley und der 77-jährige Weinfachmann und Ex-Güterdirektor des Trierer Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, Benedikt Engel, der mit seiner Frau Gertrud zum 15. Male in Reinsfeld mit von der Partie war. Die Freundinnen Monika Breiling aus Mehring und Beate Just (Neunkirchen bei Talling) feierten im zweitgrößten VG-Ort IVV-Premiere. 2006 wird das zweite Dutzend voll gemacht

Mit ihren Nordic-Walking-Stöcken waren sie nach halber Strecke so gut gelaunt, dass sie sich bei Reinsfelds Wanderwart Helmut Michels über die nächsten Wanderungen erkundigten. Fazit: Es war bei Sonnenschein eine rundum gelungene Veranstaltung, die sowohl die Stammgäste als auch die Newcomer zufrieden stellte. Viele verabschiedeten sich mit dem Gruß: ,,Bis zur 24. IVV-Wanderung im nächsten Jahr!" Über 300 Meldungen waren auf die Ausschreibung zur Anwanderung des Vereins Erholungsgebiet Hochwald zwischen Mosel und Saar eingegangen. Darunter Teilnehmer aus allen Verbandsgemeinden des Kreises Trier-Saarburg sowie aus Luxemburg. Das Wetter spielte mit, Sonnenschein und der Schatten des Waldes, durch den die Wanderroute führte, fanden die Zustimmung aller Beteiligten. Der Wander-Klassiker findet seit mehr als drei Jahrzehnten traditionell im jährlichen Wechsel in den Verbandsgemeinden Hermeskeil, Kell am See und Ruwer statt. Der Vorsitzende des Vereins, Landrat Richard Groß, die Verbands-Bürgermeister Werner Angsten (Kell), Michael Hülpes (Hermeskeil) und Bernhard Busch (Ruwer) sowie Forstdirektor Bernhard Buss vom Forstamt Hochwald (Hermeskeil) und Ruwer-Weinkönigin Julia entsandten die gut gelaunten Wanderfreunde auf die elf Kilometer lange Strecke. Der Heimat- und Verkehrsverein Farschweiler hatte sich mächtig ins Zeug gelegt und alle Vorbereitungen getroffen, um die Gäste zufrieden zu stellen. Im Bereich der Grillhütte des Vereins war man schon vor Beginn der Wanderungen mit der Vorbereitung auf die spätere Ankunft hin beschäftigt. Frühstücksbuffet und Waidmanns-Melodien

Waldwegewart Andreas Ludwig hatte in den Tagen zuvor die Beschilderung der Route vorgenommen und viele Vorbereitungen auf der Strecke selbst getroffen, um einen problemlosen Ablauf zu gewährleisten. Die Kinder hatten die Möglichkeit, sich während der Wanderung an einem Quiz zu beteiligen, das vom Forstamt Hochwald ausgearbeitet worden war. Kniffelige Fragen aus dem Bereich Fauna und Flora waren an entsprechend vorbereiteten Stellen zu beantworten, die Resultate wurden später ausgewertet und die Sieger belohnt. Auf halber Strecke hatte der Heimat- und Verkehrsverein Farschweiler ein Frühstücksbuffet aufgebaut. Sogar die musische Seite war abgedeckt. Von einer Anhöhe aus unterhielt die Jagdhornbläsergruppe der Waldjugend die Gäste mit waidmännischen Melodien. Nach weiteren sechs Kilometern war das Ziel erreicht. Ein deftiges Mittagessen und Unterhaltung durch die Musikgruppe "Jump for Joy" aus Osburg sorgte für eine angenehme Entspannung. Für die Kurzweil der Kinder war ebenfalls gesorgt. Sie hatten die Möglichkeit, sich auf dem Waldspielplatz an der Grillhütte in Farschweiler auszutoben.