6000 Bürger erhalten Fragebogen

Um Erkenntnisse über die Lebensqualität im Kreis zu gewinnen, werden im Rahmen des Forschungsprojekts "Moro" 6000 Bürger befragt. Die Bögen der Uni Trier werden im November per Post verschickt; die Stadtbewohner werden separat befragt.

Trier. Lösungsansätze zur Bewältigung des demografischen Wandels verspricht sich der Kreis von der Teilnahme am Bundesprojekt "Modellvorhaben der Raumordnung" (Moro). Experten tagen in den vier Arbeitsgruppen Bildung, Gesundheit und Pflege, Familie sowie Lebenswerte Dörfer und Städte (der TV berichtete). Doch auch die Bürger sollen einbezogen werden.
Wie Landrat Günther Schartz bei einem Pressegespräch mitteilte, werden um den 10. November herum 6000 Kreisbewohner einen Fragebogen per Post erhalten. Diese Personen, alles Erwachsene, seien zufällig aus dem amtlichen Melderegister ausgewählt worden. Vorbereitet und begleitet wird die repräsentative Umfrage von Sozialwissenschaftlern der Uni Trier.
Im Ankreuzverfahren sind etwa 70 Fragen zu beantworten, angefangen von der Wohnsituation über Schul- und Freizeitangebote bis hin zu Einkaufsmöglichkeiten und die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch Fragen zur eigenen Lebenssituation werden gestellt. Pro Haushalt gibt es einen Fragebogen, angestrebt wird eine Rücklaufquote von 50 Prozent. Alle erhobenen Daten sollen vertraulich behandelt werden, die Ergebnisse werden Anfang 2013 der Öffentlichkeit bei "Bürgerdialogen" präsentiert.
Zur Zielsetzung von Moro meint der Landrat: "Wir wollen gleiche Lebensverhältnisse im Kreis bekommen. Dafür müssen wir hinterfragen, ob unsere Angebote heute stimmen. Die Bürger sollen sich wohlfühlen und in ihrem Lebensumfeld bleiben können." Relevant seien die Ergebnisse etwa für die Ausstattung der Gemeinden mit Schulen, Kindergärten, Geschäften, Arztpraxen, Apotheken und Kultureinrichtungen.
Der Kreisausschuss, der das Projekt als Lenkungsgruppe begleitet, hat am Montagabend beschlossen, dass in einem zweiten Schritt auch die Bewohner der Mittelzentren Konz, Saarburg, Hermeskeil und Schweich befragt werden. Dafür soll der Fragebogen entsprechend modifiziert werden. Dies betrifft nur die Kernbereiche der Städte; die Stadtteile werden bereits bei der November-Befragung abgedeckt.
Ausgeweitet wird das Bürgerforum auf einen Online-Dialog. Unter der Internetadresse www.dialog-trier-saarburg.de kann jeder Anregungen geben sowie Einträge anderer kommentieren oder bewerten. alf