70 Helfer sind bei Einheitsbuddeln in Konz dabei

Natur : Konzer buddeln gegen den Klimawandel

70 Helfer beteiligen sich am Tag der Deutschen Einheit an der Baumpflanzaktion am Konzer Hauptbahnhof.

Die Stadt Konz will grüner werden. Die Idee, am Tag der Deutschen Einheit Bäume zu pflanzen, stammt aus Schleswig-Holstein, wo dieses Jahr der Einheitsfeiertag stattfindet. Nach dem Antrag der Konzer Grünen-Fraktion, sich am sogenannten Einheitsbuddeln zu beteiligen und damit einen Beitrag zur Aufforstung und gegen den Klimawandel zu leisten, wurde spontan die Arbeitsgruppe Bäume gegründet. Dort sind fünf Fraktionen vertreten. „Das Ganze ist auf alle Schultern verteilt“, sagt Detlef Müller-Greis. Der Könener Ortsvorsteher freut sich, dass die Idee von allen Fraktionen unterstützt wird. „Das ist ein gutes Beispiel dafür, was man gemeinsam für das Klima tun kann“, sagt der studierte Biologe.

Rund 70 Helfer sind am Feiertag, mit Schaufeln und Gießkannen bewaffnet, auf den Parkplatz neben dem Bahnhof gekommen, um den Hang an der Güterstraße zu verschönern. Auch ein paar Kinder sind dabei. Insgesamt werden zwölf junge Bäume gepflanzt. Sieben Feldahorn, zwei Linden und drei Stadtbirnen. Die Entscheidung über die Baumart ist wohlüberlegt. Feldahornbäume sind zum Beispiel sehr robust und vertragen, wie Stadtbirnen, wärmere Temperaturen.

Friedrich Otte ist als Fachmann dabei. Der gelernte Landschaftsgärtner arbeitet im Tiefbauamt der Stadt und ist als zertifizierter Baumkontrolleur für die Verbandsgemeinde zuständig. Auch der Bauhof Konz und eine Trierer Baumschule sind an der Aktion beteiligt. „Alle haben an einem Strang gezogen“, erzählt Laura Malburg (Grüne), die der Arbeitsgruppe Bäume angehört. „Vielleicht überlegt sich jetzt der eine oder andere, zu Hause einen Baum zu pflanzen“, sagt sie. Man habe mehrere Standorte dafür vorgeschlagen. Das Bahnhofsumfeld sei repräsentativ für die Stadt, sagt die junge Frau. Die Arbeitsgruppe hat auch schon Pläne für die Zukunft. So sollen an Schulen und Kitas Bäume gepflanzt werden, für die dann Patenschaften übernommen werden können. Auch weitere Flächen, zum Beispiel im Könener Gewerbegebiet, sind im Gespräch.   „Es ist eine tolle Idee, dass am Tag der Deutschen Einheit etwas für die Zukunft gemacht wird“, sagt eine Konzerin, die sich an der Aktion beteiligt. „Ich habe mir schon im Sommer gedacht, dass hier Bäume fehlen und der Bahnhof so kahl wirkt.“ Ein anderer Teilnehmer ist mit seinen Kindern gekommen. „Das ist eine tolle Sache für Konz und ein großer Spaß für die Kinder. Und es ist besser Bäume zu pflanzen, als eine CO2 Steuer zu bezahlen.“

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