870 Meter für mehr Sicherheit

Der Lückenschluss zwischen dem rheinland-pfälzischen und dem saarländischen Radwegenetz ist geschafft. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten für einen 870 Meter langen Radweg, der entlang der Kreisstraße 139 von Greimerath in Richtung Panshaus führt, folgte am Samstag dessen offizielle Einweihung.

Greimerath. Ideales Radfahrwetter sieht anders aus. Trotz kühler Temperaturen und zeitweiligen Schauern kamen am Samstag über den Tag verteilt rund 200 Gäste zum Radwegfest nach Greimerath. Sie wollten die offizielle Einweihung des 870 Meter langen Asphaltbands entlang der Kreisstraße 139 miterleben.
Ein wichtiger Akteur war dabei auch Pastor Kai Georg Quirin. "Wir segnen hier nicht den Asphalt, sondern die Menschen, die diesen Weg unfallfrei benutzen wollen", erklärte der Geistliche, der zu seinem Weihwasser auch etwas himmlische Unterstützung in Form von Nieselregen bekam.
Im Gebet wurde auch um die Einsicht gebeten, mit verantwortungsvollem Verhalten selbst zur Sicherheit beizutragen.
Der 870 Meter lange Abschnitt, der 280 000 Euro gekostet hat, schließt die Lücke der Radwegenetze zwischen den Bundesländern Rheinalnd-Pfalz und dem Saarland und schafft zudem eine direkte Anbindung an den Ruwer-Hochwald-Radweg. Zuschüsse gab's von Land und Kreis. "Die Idee zu diesem Weg ist bereits zehn Jahre alt", erinnert sich Ortsbürgermeister Edmund Schmitt. Mehrfach habe das Projekt kurz vor dem Scheitern gestanden. Vor allem Grundstücksverhandlungen gestalteten sich schwierig, denn auf der einen Seite der K 139 beginnt ein Naturschutzgebiet. Auf der anderen Seite musste einige Meter Abstand zur vielbefahrenen Straße gehalten werden, um die Sicherheit von Radlern, Skatern und Fußgängern zu gewährleisten.
Viel Engagement legte der frühere Keller Verbandsgemeinde-Bürgermeister Werner Angsten an den Tag. Er intervenierte gegen die Ablehnung aus Mainz und suchte Innenminister Roger Lewentz persönlich auf, um auf die Bedeutung dieses relativ kurzen Radweg-Teilstückes hinzuweisen.
Auch Angstens Nachfolger, der heutige Rathauschef Martin Alten, stellte klar: "Das ist für die gesamte Verbandsgemeinde Kell ein sehr wichtiges Projekt und eine Bereicherung."
Auch die Keller Tourismuschefin Walburga Meyer betonte: "Ich bin froh, dass diese Gefahrenstelle endlich entschärft ist." Denn sie rechnet zum einen mit immer mehr Radtourismus, besonders wegen der bequemen Elektrobikes. Zum anderen steht schon jetzt fest, dass sich ab nächstem Jahr der Verkehr auf der K 139 deutlich verstärken wird. Sie wird nämlich zur Umleitungsstrecke, wenn in Zerf die Ortsdurchfahrt ausgebaut und voll gesperrt wird.
Zwei der neun Mountainbike-Routen, die von der Tourist-Information angeboten werden, verlaufen über den neuen Radweg. "Da lockt doch eine schöne Herbsttour", findet Meyer.Extra

Im Zuständigkeitsbereich der Tourist-Information Kell liegen Radwege mit einer Gesamtlänge von fast 300 Kilometern. Unter <%LINK auto="true" href="http://www.hochwald-ferienland.de" class="more" text="www.hochwald-ferienland.de"%> wird ausführlich darüber informiert. Hier stehen auch die GPS-Daten zum Download bereit. Informationen in gedruckter Form gibt es in der Keller Bahnhofstraße 25, Telefon 06589/1044. doth