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Ab Frühjahr 2017 wird aus ehemaliger B-51-Durchgangspiste eine verkehrsberuhigte Wohnstraße

Ab Frühjahr 2017 wird aus ehemaliger B-51-Durchgangspiste eine verkehrsberuhigte Wohnstraße

Die ehemalige Konzer B-51-Ortsdurchfahrt wird Stück für Stück zur Anliegerstraße. Nach der Neugestaltung der Karthäuserstraße laufen die Arbeiten auf der Brunostraße zwischen Hubertusstraße- und Klosterstraße. Zunächst haben die Verbandsgemeindewerke mit Kanal- und Leitungsarbeiten die Federführung.

Konz. Bauzäune, Bagger, Kipplaster und rotweiße Warnbaken auf rund 300 Metern Länge - die Anlieger dort haben eine schwere Zeit, zumal sie ihre Haustüren nur noch zu Fuß erreichen können. Für Autofahrer gibt es ab der Einmündung Hubertusstraße kein direktes Durchkommen geradeaus mehr - aber noch eine enge Umleitung über die Albanastraße.

In umgekehrter Richtung präsentiert sich die schon fertige Karthäuser Straße mit Wohnstraßenflair. Dazu gehören die verengte, tempomindernde Fahrbahn, die Pflanzbeete mit Bäumen, die deutlich in die Fahrbahn hineinragen, sowie breite, gepflasterte Parkstreifen, an denen die alten breiten Gehwege entlangführen. Analog dazu wird im Frühjahr 2017 auch der untere Abschnitt der Brunostraße umgestaltet sein. Doch vor dem Straßenausbau haben wieder die Verbandsgemeindewerke (VG-Werke) Konz und die Stadtwerke Trier das Sagen.

Nach Angaben von Werkleiter Stefan Oberbillig und dem technischen VG-Werkleiter Ralf Zorn sind gerade auf diesem knapp 300 Meter langen Bauabschnitt umfangreiche Arbeiten "in der Tiefe" erforderlich. Rund 100 Jahre alt waren Wasser- und Gasleitung, und auch der Abwasserkanal galt als absoluter Sanierungsfall. Oberbillig: "Alle Versorgungsleitungen werden mitsamt Hausanschlüssen komplett ausgetauscht. Hinzu kommt hier die Totalerneuerung des Hauptabwasserkanals." In den anderen Abschnitten der rund 1180 Meter langen Gesamtmaßnahme müsse der Hauptkanal nur stellenweise saniert werden.

Wenn die Arbeiten zwischen Hubertus- und Klosterstraße abgeschlossen sind, geht es auf der Brunostraße zunächst weiter bis zur Einmündung Merzkircher Straße. Dann folgt die Trierer Straße bis zur Einmündung B 51 neu. "Falls das Wetter mitspielt," sagen die Experten, "sollten wir mir der Gesamtmaßnahme bis Ende Dezember 2017 durch sein".

Probleme mit Anrainern gibt es laut Polier Stephan Pfeifer von Firma Elenz weniger als in den ersten Bauabschnitten, denn "hier sind praktisch keine Geschäfte betroffen". Den ruhigen Ablauf führt Werkleiter Oberbillig auch auf die umfangreichen Vorabinformationen für die Bürger zurück. Oberbillig: "Es kommen so gut wie keine Rückfragen mehr." Was den Elenz-Bauleiter ärgert, ist der Vandalismus. Pfeifer: "Jetzt, wo es früher dunkel wird, geht das wieder los." Er berichtet etwa von umgekippten Klohäuschen und Absperrgittern. Was noch schwerer wiege, sei die Zerstörung von gelben Blinkleuchten. Der Polier: "Wir kontrollieren schon regelmäßig, können aber nicht dreimal jede Nacht kommen. Wenn dann einer in die Baugrube fährt, haben wir das Problem."Extra

Für Unmut hatte bei einer Bürgerinformation im Frühjahr die Mitteilung gesorgt, dass gleichzeitig zur Vollsperrung der Karthäuser Straße auch die Domänenstraße (K 134) wegen Sanierungsarbeiten voll gesperrt werde. Antwort damals von Bürgermeister Karl-Heinz Frieden: "Die Arbeiten auf der Domänenstraße sind Sache des Kreises, der Bauherr ist. Federführend bei der Planung ist der Landesbetrieb Mobilität (LBM). Die Stadt Konz hat darauf keinen Einfluss." So kommt es, dass sich der Verkehr in Konz seit Monaten gleich mit zwei Engpässen und Umleitungen herumplagen muss. Derzeit läuft auf der Domänenstraße der Ausbau ab Lidl-Kreisel bis Einmündung Am Kirschberg auf rund 900 Metern Länge. Der dritte Bauabschnitt soll im Frühjahr 2017 beginnen. Bis zum Abschluss der K-134-Gesamtmaßnahme könnte es bis 2018 dauern. f.k.