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Abend mit Swing, Tango und Blues beim „Just great Music“- Festival in Kulturgießerei 19. September 2020

Kultur : Aus der Not eine Tugend machen

Ein abwechslungsreicher Abend mit Swing, Tango und Blues erwartet das Publikum beim Festival „Just great Music“ in der Kulturgießerei Saarburg am Samstag, 19. September.

. Wenn eine Pandemie herrscht und das kulturelle Leben still steht, dann muss man sich etwas einfallen lassen. Das haben sich die Macher der Kulturgießerei im Saarburger Staden gedacht und aus der Not eine Tugend gemacht. Die Chefin, Dr. Anette Barth und Veranstaltungskaufmann Marco Zimmer hatten zahllose Veranstaltungen bis zum Jahresende geplant: alles abgesagt.

Um die Kultur jedoch nicht vollends den Bach heruntergehen zu lassen, das Haus zu beleben und wenigstens ein paar Euro fürs Haus und die Künstler zu generieren, haben sie sich entschlossen, zumindest drei der für den Herbst geplanten Konzerte zu spielen. Und zwar als eine Art Festival, alle an einem Tag. So treten denn am Samstag, 19. September, drei Bands auf die Bühne der großen Gießhalle, denen es trotz Corona möglich ist, überhaupt anzureisen und aufzutreten.

Den Anfang macht gleich um 17 Uhr die Gruppe Gramophoniacs:  In Zeiten von digitaler Musik, Computern und E-Gitarren hat sich eine Truppe junger Leute zusammengetan, die für „echte“ Oldies schwärmt – für Musik, wie sie bis Mitte des letzten Jahrhunderts modern war. Sie spielen Swing-Musik in allen Facetten, von den „Goldenen 20ern“ bis zum Dirty Swing der 1940er und 1950er Jahre. Musik aus einer analogen Zeit, weit entfernt von der digitalen Realität von heute und irgendwie sehr aktuell.

Getreu dem Motto des Rheinland-Pfälzischen Kultursommers, „Kompass Europa: Nordlichter“ kommen dann um 19 Uhr mit Satumaa vier Herren aus Berlin, die sich seit 20 Jahren dem finnischen Tango verschrieben haben. Die getragene, fast schwermütige Musik aus Südamerika hat auch in Finnland eine tief verwurzelte Tradition. Satumaa (zu Deutsch: Märchenwald) spielt sowohl Klassiker des finnischen Tangos, aber auch Neues und Eigenes. Außerdem Walzer, Polkas und Humppas, „Hauptsache tanzbar und immer schön in Moll“.

Gegen 21 Uhr feiert Saarburg dann ein Wiedersehen mit alten Bekannten; Blues & Soul meets Boogie Woogie ist eine Formation die wahrlich aus der Not eine Tugend macht: Jano Letelier, Gitarrist, Sänger und einer der bekanntesten Bluesmusiker Chiles, konnte wegen der Corona-Pandemie nicht auf Europa-Tournee. Dennoch wollte die Kulturgießerei nicht auf das Konzert von Boogielicious (mit Erko Rijken Rapp und David Herzel) verzichten. Nun treten sie zusammen mit Ralph Brauner (Trier) und dem Meister an der Bluesharp, Martin Fetzer auf.

Die einzelnen Gigs werden jeweils eine gute Stunde dauern, die verlängerten Pausen können die Besucher nutzen, um sich im Café Urban zu verpflegen, während das Team die Gießhalle hygienisch auf Vordermann bringt, desinfiziert und lüftet.

Insgesamt 50 Plätze können -nach den aktuellen Corona-Regeln- vergeben werden. Die Konzerte sind einzeln oder in Kombination buchbar und zwar nur nach Voranmeldung unter www.kulturversuscorona.de oder www.kulturgießerei-saarburg.de